Studieren weit weg von zu Hause ist schön. Bleibt nur die Frage: eigene Wohnung, WG oder Wohnheim? Mit wenig Geld in der Tasche und großen Erwartungen im Gepäck kann man bei betreten des campuseigenen Wohnheims schnell auf den Boden der Tatsachen geholt werden. 8er-WGs mit Gemeinschaftsbad und -küche, 70er-Jahre-Charme, hässliche Möbel und kleine Zimmer sind keine Seltenheit (so war es jedenfalls an meinem Campus). Und die Wartelisten für die neueren und etwas besseren Wohnheime sind lang.
Doch ein paar Lichtblicke im Wohnheimdschungel gibt es. Klar, die Studenten können keinen 5-Sterne-Comfort, wie zum Beispiel in den Arabischen Emiraten erwarten. Nahe dran – jedenfalls in Sachen Charme – kommt das Wohndorf “Holzhausen”. Direkt am Beach gelegen, mit eigenem Partysteg und Kino lässt es sich hier als Student recht gut leben.
Studentenwohnheim der FH Stralsund, Quelle: Stralsund Wiki
In dem Wettbewerb um die besten Köpfe spielt Deutschland in der EU nur noch eine untergeordnete Rolle. Laut einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung verlassen jedes Jahr etwa 27 500 Deutsche mit Hochschulabschluss die Bundesrepublik, um im europäischen Ausland zu arbeiten. Gleichzeitig ziehen 32 000 Akademiker aus anderen EU-Ländern nach Deutschland. Somit ergibt sich für uns ein Wanderungsgewinn, ein sogenannter “Brain Gain“, von durchschnittlich 4500 Personen pro Jahr.”
Am besten schneidet Spanien im Wettbewerb um Talente ab. Jährlich kommen rund 13.300 Hochqualifizierte aus der EU mehr ins Land als umgekehrt spanische Akademiker auswandern. Es sind vor allem Deutsche, Briten und Franzosen, die es nach Spanien zieht. Die klassischen Zielländer der innereuropäischen Migration der 50er- und 60er-Jahre wie Deutschland oder Großbritannien weisen heute nahezu ausgeglichene Wanderungsbilanzen auf.
Ja – was ist das eigentlich? Jeder scheint seine ganz eigenen Vorstellungen von “Elite” zu haben. Ist es die reine Leistungsbereitschaft, der Ehrgeiz oder die reine Intelligenz? Kommt gesellschaftliches Engagement hinzu oder ist es auch nur einfach die Herkunft einer Person entscheidend. Oder alles zusammen? Was macht den “Besten” aus – was ist Elite?
Bio oder Elite - beides sind Siegel mit Tücken
Ich für meinen Teil erfahre beim Lesen dieses Buches vielerlei Gefühlsregungen – Zustimmung, Erstaunen, Ärger und Erschrecken. Und bin zu dem Schluss gekommen: Elite ist auch einfach nur ein Siegel wie “BIO”. Manchmal ist eben nicht wirklich “BIO” drin, wo “BIO” drauf steht. Manchmal ist “Convenience” auch genausogut oder besser als manch “BIO”-Produkt. Und manchmal schmeckt das hässlichere und kleinere “BIO”-Obst vom Bauern besser, als das glänzende importierte Marken-Pendant. Weil es mittlerweile so viele unterscheidliche “BIO”-Qualitätsprüfungen mit genausovielen Siegeln gibt, ist der Begriff nicht genormt. Genauso ist es mit dem sinnbildlichen Elite-Siegel. Nur weil eine Bildungseinrichtung sich selbst Elite nennt, muss sie noch lange nicht alle Elite-Maßstäbe verkörpert und wirklich die “Besten” ausbilden. Und die wirkliche Elite ist eben ein kleiner Teil dieser unbesiegelten und besiegelten Masse.
Wenn man sich ein paar Web-Neuheiten anschaut, kommt man sich etwas vor wie in einem Science Fiction Film. Also nicht die Sorte mit Raumschiffen, sondern die realistischere Variante – sowas wie Demolition Man, wo der Schauspieler Arnold Schwarzenegger als Realperson US-Präsident ist. Etwas, das ziemlich absurd ist, aber dennoch passieren könnte.
Zurück zum hier und jetzt. Es geht um zwei Sachen:
Absurdität Nummer eins: Bei der Deutschen Post kann man ab sofort Briefe elektronisch versenden. Der Vorgang ist allerdings ganz anders als bei der E-Mail, nämlich super sicher, ohne Spam und so. Nur das es ungefähr 10 Haken bei der Sache gibt. Zum einen brauchen Absender sowie Empfänger ein E-Post-Postfach. Die Indentität des Inhabers wird dabei persönlich durch einen Postmitarbeiter in einer Postfiliale bestätigt. Hat der Empfänger kein solches Postfach, so wird der Brief zwar elektronisch aufgegeben, dann aber ausgedruckt und normal per Post zugestellt. Deshalb kosten alle E-Briefe auch 0,55 Euro – wie ein normaler Brief eben, obwohl im Idealfall kein Postbote gebraucht wird. Und Ausdrucke lässt sich die Post auch seitenweise a 10 Cent vergüten.
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Trotz Elternsponsoring, BAföG oder Stipendien müssen die meisten Studenten eins – nämlich jobben. Und die Semesterferien eigenen sich prima dafür. Doch Kellnern, Call-Center oder Bürojobs sind out. Wir haben für euch einige interessante Studentenjobs zusammengetragen.
Schlangesteher: Was in den USA schon Trend ist, könnte sich bei uns auch bald bezahlt machen. Der professionelle Schlangesteher macht das, wofür andere keine Zeit haben, nämlich anstehen. Geld für´s Nichtstun – gar nicht so schlecht.
Erschrecker: Dieser Job hat es monstermäßig in sich und eignet sich eher für männliche Studenten, denn oft kommt es vor lauter Panik zu Handgreiflichkeiten. Optimal für alle, die einen Draht zu Schauspiel und Verkleidung haben. Voraussetzung: Gruselkabinett wie das Hamburg Dungeon in der Nähe.
Hundebestandsaufnehmer: Für alle die gerne “für Recht und Ordnung” sorgen, ist dieser Job sehr vielversprechend. Denn wo gebellt wird, muss auch Hundesteuer gezahlt werden. Die Stadt Aachen bezahlt bereits Studenten für die Fahndung nach “Schwarzhunden”.
Mystery-Shopper: Shoppingfans aufgepasst – ja man kann fürs Einkaufen bezahlt werden. Während der “Test-Einkäufe” werden Verkäufer getestet und später in einem Fragebogen nach Freundlichkeit und Kompetenz bewertet.
Croupier: Ein gutes Führungszeugnis, etwas Ahnung vom Glückspiel, Fingerspitzengefühl und ein bissenchen Französisch sind Pflicht. Denn dieser Job ist anspruchsvoll. Dafür voller Glamour. Beispiel: Spielbank Wiesbaden
Medikamententester: Keine Angst vor Nebenwirkungen? Dann ist dieser Job Ideal. Medikamente oder Lebensmittel testen, die noch nicht auf dem Markt sind, wird richtig gut bezahlt.
Lichtdouble: Wer will nicht einmal ein Star sein und im Rampenlicht stehen? Mit diesem Job kommt man dem jedenfalls ziemlich nahe. Denn Generalproben großer Unterhaltungssendungen, wie z.B. beim ZDF, werden mit Promi-Doubels veranstaltet.
SMS-Erotik-Autor: Simsen ist deine Leidenschaft? Erotik-Callcenter vergüten das Schreiben von Erotik-Nachrichten. Fantasie und der Hang zum kurzen Wort sollte Voraussetzung sein.
Und was für einen ungewöhnlichen Studentenjob macht ihr?
Deutschland ist im Fußballfieber: die Spieler sind unsere Helden, werden angefeuert und letztendlich gefeiert. Doch wer bis jetzt dachte, Fußball wäre das einzige, was die Deutsche 11 so drauf hat, hat sich schwer getäuscht. Denn unsere Fußballer sind keineswegs ungebildet. Abitur bzw. Fachabitur ist mehr oder weniger Standard, der Rest hat – bis auf wenige Ausnahmen – einen Realschulabschluss.
Von besonders schlechten Schülern keine Spur. Cacau hat seine Schulzeit in Brasilien verlebt und behauptet von sich, ein sehr guter Schüler gewesen zu sein. Auch zum Rest der Mannschaft kann gesagt werden: die meisten waren wohl gute oder zumindest durchschnittliche Schüler, die sich vielleicht in dem ein oder anderen Fach schwer getan haben. Erstaunlich: Neben Sport wird auch Mathe als “Lieblingsfach” angegeben. Manch einer hat auch einen “anständigen” Beruf erlernt – aber wer mag sich schon Bastian Schweinsteiger als Bürokaufmann oder Miroslav Klose als Zimmermann vorstellen?
Leider gab es nicht zu jedem detaillierte Infos rund um Schule und Ausbildung. Bei Jerome Boateng beispielsweise kann man kaum Informationen aus der persönlichen Webseite ziehen, außer dass hier jemand etwas selbstverliebt scheint.
Wer frühzeitig lernt, was sich hinter Begriffen wie Bilanz, Gewinn oder Marketing verbirgt, weiß schneller, worauf es in der Wirtschaft ankommt. Wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich zu machen, ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Das Schulprojekt Junior bringt jungen Menschen dieses Grundwissen näher und suchte die beste Schülerfirma Deutschlands.
In diesem Jahr holte sich Enerxchange den Sieg beim „Junior“-Wettbewerb. Enerxchange berät Kunden, die ihren Stromanbieter wechseln wollen. Das erfolgreiche Team aus Ostfildern, bestehend aus 17 Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) und des Heinrich-Heine-Gymnasiums (HHG), darf sich nun beste Schülerfirma Deutschlands nennen.
Mit der Energieberatung hat sich Enerxchange ein hochaktuelles Thema gewählt. Die Schüler machen mit einer speziellen Kamera gegen ein Honorar Wärmebilder von Gebäuden und geben damit den Eigentümern wichtige Hinweise, wo sie bei der Dämmung ihres Hauses nachbessern sollten, um Energie zu sparen. Außerdem hilft die Schülerfirma bei der Suche nach alternativen Stromanbietern. Drittes Tätigkeitsfeld ist die Solaranlage-Genossenschaft, mit deren Hilfe das OHG zur ersten CO2-neutralen Schule in der Region werden möchte.
Junior wird seit 1996 vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln veranstaltet. Es soll Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Eigenverantwortung und Selbstständigkeit fördern und den Schülern Einblicke in die soziale Marktwirtschaft geben. Nicht zuletzt sollen die Jugendlichen dabei Orientierungshilfe für die eigene Berufswahl bekommen. 535 Schülerfirmen nahmen dieses Jahr am Wettbewerb teil – ein Rekordergebnis.
Eine immer wieder spannende Frage: Wer darf sich zur Elite zählen? Gibt es wirklich dieses Leistungselite, die von Politik, Wirtschaft und Eliteuniversitäten angestrebt wird, oder ist es doch ein geschlossener Kreis, in den man auch mit Leistungsbereitschaft und Fleiß nicht eindringen kann? Der Elitesoziologe Michael Hartmann meint: “Es sei wie ein Wettbewerb, der nach Regeln funktioniere, die nur Eingeweihte kennen könnten.”
Baden-Württemberg und Bayern sind die “Sieger” des Schultests unter Neuntklässern. Schüler schafften hier die besten Noten in Deutsch und in den Fremdsprachen. Im Norden und Osten sieht es dagegen nicht so gut aus. Fakten:
Das soziale Bildungsgefälle ist in Bayern und Baden-Württemberg am höchsten.
Im Fach Englisch entsprechen die Abstände zwischen den Ländern etwa dem Unterschied eines ganzen Schuljahres.
Kinder mit Migrationshintergrund werden oft nicht gefördert – und haben daher Schwächen in Deutsch.
Die Mädchen hängen die Jungen ab: Sie haben in Deutsch und Englisch im Schnitt einen Wissensvorsprung von einem halben Jahr.