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Vorlesung im Netz

Maria_Monte am 11. März 2010

Wenn die WG-Party doch etwas länger ging, wird auch schon mal ganz gerne die erste Vorlesung am morgen geschwänzt. Pech, wenn man dann einen interessanten Vortrag verpasst. Doch einige Unis bieten schon jetzt ganze Veranstaltungsmitschnitte im Netz an. Nicht nur prima für alle Spätaufsteher, sondern auch für alle, die den Stoff gerne noch einmal widerholen möchten, um sich auf Prüfungen vorzubereiten.

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youtube education

youtube education

Auf den Plattformen Youtube Edu oder iTunes U lassen sich alle von den Universitäten hochgeladenen Videos anschauen. Während bei Youtube in erster Linie amerikanische und englische Universitäten zu finden sind – vornweg die Stanford University und das Imperial College – bieten bei iTunes U bereits eine ganze Reihe deutscher Hochschulen ihre Videos an, etwa die Ludwig-Maximilians-Universität München oder die RWTH Aachen.

via Bildungsklick

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Fundsachen: Keine Hausaufgaben – kein Kindergeld

Maria_Monte am 10. März 2010

Der ehemalige Berliner Finanzsenator und jetzige Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin fordert in der Bildungspolitik: “Zweimal Hausaufgaben nicht gemacht, Kindergeld um 50 Prozent gekürzt. Was meinen sie, was auf einmal die Hausaufgaben gemacht werden.”

Das ist ja mal eine super Idee. Vielleicht könnte man darauf aufbauen. Bei fehlenden Hausaufgaben sollte man auch mit den Sanktionen Handabhacken, Schulferien streichen, Boot Camp und Jugendknast drohen.

→ 2 Kommentare/ verfassenKategorie: Fundsachen · Kurioses · Politik · Schule

Amokläufe minimieren

Maria_Monte am 10. März 2010

Was kann man gegen Amokläufe an Schulen tun? Der Sonderausschuss „Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen – Jugendgefährdung und Jugendgewalt“ hat dazu nun verschiedene Empfehlungen veröffentlicht. Diese sind zwar auf Baden-Würtemberg bezogen, könnten aber auch landesweit umgesetzt werden. Hier die wichtigsten Handlungsempfehlungen:

  1. Ausbau der schulpsychologischen Beratung sowie deren Qualifizierung
  2. Gewaltpräventionsprogramme in Schulen z.B. nach Dan Olweus
  3. Stärkung der Medienpädagogik
  4. Sicherheit an Schulen durch direktes Alarmierungssystem und Sicherheits-Türknäufe
  5. Ausbau von Beratungangeboten für Eltern, Eltern zu Beteiligten und Mitakteuren machen
  6. Gewaltprävention im Sportjugendbereich
  7. Umsetzung des neuen Waffenrechts, Kooperation mit Schützenvereinen
  8. Stärkung der Strafverfolgung im Internet

„Um Amokläufe unwahrscheinlicher werden zu lassen, bedarf es mehr als Türknäufe und eines der strengsten Waffengesetze der Welt“, so der Vorsitzende des Sonderausschusses Christoph Palm MdL. In die Entwicklung der acht weiterreichenden Handlungsfelder sowie der 39 einfachen Handlungsempfehlungen sind die Ratschläge der 16 Experten eingeflossen, die vom Sonderausschuss angehört wurden. Insgesamt schlägt der Sonderausschuss die Schaffung von rund 250 zusätzlichen Stellen für Beratungslehrkräfte und Gewaltpräventionsberater sowie zusätzliche 100 Stellen für Schulpsychologen vor.

Besonders der Ansatz, Eltern mehr in Schule und Freizeit zu integrieren, finde ich sehr wichtig. Nur wenn Lehrkräfte und Eltern sich austauschen, können Probleme einzelner Kinder frühzeitig erkannt werden. Außerdem sind Fortbildungsprogramme für Lehrkräfte in den Bereichen Anti-Aggressionstraining, Anti-Mobbing sowie Internet & Computerspiele dringend notwendig.

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Ohne gute Hochschullehre auch keine Elite

Maria_Monte am 9. März 2010

Was bringt die Förderung hochspezialisierter Forschungszweige? Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) veröffentlichte dazu gestern Ergebnisse der Studie “Die Exzellenzinitiative – Zwischenbilanz und Perspektiven“.

Die Entscheidung, die Exzellenzinitiative fortzuführen, ist zu begrüßen, weil sie belegt, dass im föderalen System der Bundesrepublik Bund/Länder-Vereinbarungen zur Förderung der Wissenschaft und Forschung an Hochschulen getroffen und mit Leben gefüllt werden können, ohne dass wissenschaftliche Gütekriterien durch politisches Proporzdenken ausgehebelt werden.

Pläne zur Fortführung gibt es schon: Mit 2,7 Milliarden Euro soll bis 2017 die Finanzierung von Graduiertenschulen, Exzellenzclustern und universitären Zukunftskonzepten ermöglicht werden, das sind 800 Millionen Euro mehr als zuvor.

Allerdings warnen die 14 Autoren der Studie auch vor den Nebeneffekten des Eliteprogramms: “Die Exzellenzinitiative kann bundesweit gesehen zu Ungleichgewichten zwischen den Fächern und zu Überspezialisierungen ganzer Wissenschaftlergenerationen führen”, sagte Leibfried, Herausgeber der Studie. Eine Gefahr ergebe sich gerade für derzeit erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler, die am meisten von der Initiative profitieren sollten. Schon heute gibt es an vielen Hochschulen Konzentrationsprozesse von der Breite in die Spitze – und einen offenen Kampf um Ressourcen. Deshalb warnen die Autoren der Studie davor, dass die Exzellenzinitiative auf Dauer kleine Fächer systematisch benachteiligen könne.

Um diese Probleme zu verhindern, müsse der Bund sich dauerhaft für die Hochschulen engagieren, sagte Leibfried. “Es darf nicht bei einmaligen Sonderprojekten bleiben.”

Via taz

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Der beste Arbeitnehmer der Welt

guenter_krass am 9. März 2010

Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, Neuanfang. Das dachte sich der Amerikaner Brett Rounsaville und entwickelte eine ungewöhnliche Idee um etwas gegen seine Arbeitslosigkeit zu unternehmen.

Seine Idee ist es, sich als „besten Arbeitnehmer der Welt” gewinnen zu lassen. Bis zum 23. April können sich Unternehmen bei ihm bewerben und gewinnen. Die Unternehmen müssen ein einminütiges. Video erstellen indem sie aufzeigen, warum gerade deren Unternehmen gewinnen solle. Anschließend stimmen die User ab, wer denn der Gewinner wird. Mitmachen können alle Unternehmen aus jedem Winkel der Erde und mit jedem Job. Und Brett muss den Gewinner-Job annehmen. Wer nichts bietet, wird bei den Usern nicht viel Sympathie erwarten dürfen.

Wer jetzt denkt: So ein quatsch – da macht doch niemand mit… liegt falsch, ganz falsch! [Mehrlesen →]

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Jungen brauchen keine männlichen Lehrer

Maria_Monte am 6. März 2010

Jungs haben schlechtere Noten in der Schule und schaffen seltener als Mädchen das Abitur (2007: 30 Prozent der Mädchen, 21 Prozent der Jungen). Der Grund für den Leistungsabstieg der Jungen, so dachte man, könnte der große Anteil an vorwiegend weiblichen Erzieherinnen und Lehrerinnen sein. Etwa 90 Prozent macht der Anteil an weiblichen Pädagogen mittlerweile in der Grundschule aus. Eine Studie der Universität Mannheim will nun diese These widerlegen, indem Daten aus der Iglu-Studie 2001 untersucht wurden, bei der das Leseverständnis von Viertklässlern überprüft wurde. Dabei wurde auch vermerkt, ob und wie lange die Schüler von einem Lehrer oder einer Lehrerin unterrichtet wurden.

Ergebnis: Weder Mädchen noch Jungen profitieren bei der Kompetenzentwicklung oder den Noten in Mathe, Deutsch oder Sachkunde entscheidend von einem Lehrer des jeweils gleichen Geschlechts. Es gab keinen Zusammenhang – oder besser fast keinen. (Quelle: Spiegel)

Braucht die Schule also keine Männerquote? Auch wenn die Studie zeigen will, dass die Leistungen der Kinder nicht vom Geschlecht des Lehrers abhängen, so finde ich doch, dass es mehr Erzieher und Leher geben sollte. Denn die Studie zeigt nicht, inwieweit die Entwicklung eine Kindes von einer einseitigen Erziehung beeinflusst wird. Jungs und auch Mädchen brauchen eben auch männliche Vorbilder. Und die haben sie meist in der eigenen Familie nicht, gibt es doch eher alleinerziehende Mütter oder beruftätige Väter. Die Erziehung der Kinder bleibt auch innerhalb der Familie meist an den Müttern hängen. Auch in Kindergarten und Schule können Jungs ihr typisches Rollenverhalten nicht ausleben, der natürliche Drang des Kräftemessens wird unterdrückt, nach einer kleinen Prügelei winkt heute schon der Besuch beim Psychologen.

Ich für meinen Teil wage die Ergenbisse der Studie zu bezweifeln, stellen sie doch die Situation sehr einseitig dar. Andere Studien belegen zudem genau das Gegenteil. Oder glaubt ihr, dass Mädchen auf einmal so viel schlauer sein sollten als Jungs?

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Von Bienchen und Blümchen

Maria_Monte am 4. März 2010

Wie war das nochmal im Aufklärungsunterricht in der Schule? Der Lehrer malt ein weibliches Geschlechtsorgan an die Tafel, das gewisse Ähnlichkeiten zu einem illustrierten Kuhkopf aufweist, dann fällt das Wort “Penis”, die Mädchen kichern, die Jungs machen blöde Witze und am Ende wird ein Video über die Geburt gezeigt – so mit vollem Zoom auf das Zentrum des Geschehens – und alle sind nur noch angeekelt. Naja, so war´s früher jedenfalls. Heute scheint das nicht mehr so einfach zu sein.

Oft fängt das Halbwissen rund um den Sex schon viel früher an, außerhalb des Schulgeländes. Die Story von den Bienchen und Blümchen ist von vorgestern. Im Radio schnappen Jugendliche schon mal Wörter wie “Bondage” oder “Gangbang” auf, im Internet landen sie auf Sexseiten wie YouPorn (das verlinke ich mal an dieser Stelle nicht) und tragen das ein oder andere Pornovideo auf ihrem Handy herum. Auch in TV und Film werden sie mit einschlägigen Begriffen und Szenen bombadiert. Und dann stellen sie Eltern und Lehrern sehr direkte und private Fragen, die zu beantworten den ein oder andern überfordert oder sogar beschämt. Gerade Lehrer werden während ihrer Ausbildung nicht auf die Sexualerziehung vorbereitet. Wissen oft nicht, wie sie mit den Fragen der Schüler im Unterricht umgehen sollen. Das ist schade, denn theoretisch wäre die Schule der ideale Ort, um ein paar verquere Vorstellungen gerade zu rücken, die der Konsum von Prono-Bildern und -Texten mit sich bringen kann. Die Schule erreicht in Deutschland nämlich alle Minderjährigen, auch die aus sozialen Randbezirken, wo “Porno-Rapper” oft und gern gehört werden.

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Ein Freund für alle Fälle

Maria_Monte am 4. März 2010

Gestern bin ich beim Zappen bei der Reportage “Ein Freund für alle Fälle” des ARD Senders EinsPlus hängen geblieben. Es ging um den 8-jährigen Nick, der in die erste Klasse einer Dresdner Grundschule geht (zum zweiten Mal). Er hat zwei Geschwister, seine Mutter ist alleinerziehend und gerade wieder schwanger. Das Geld ist in der Familie knapp und der Alltag schwierig. Nick kann noch nicht richtig lesen, Schuhe binden geht auch nicht, er verbringt die meiste Zeit vorm Fernsehen oder spielt Videospiele.

Auf Initiative seiner Lehrer nimmt er schließlich am Patenprogramm “Balu und du” teil und bekommt einen Freund vermittelt. Mit dem Medieninformatik-Student Thomas unternimmt er von nun an ein Jahr lang einmal in der Woche etwas – vom Kuchenbacken bis zum Abenteuerspielplatz oder Museumsbesuch. Ein gelungenes Projekt, denn letztendlich lernen beide dazu, profitieren von dieser “ungewöhnlichen” Freundschaft. Nick lernt, dass es jenseits des Fernsehens ein Leben gibt und Thomas wird für die Bedürfnisse eine Kindes sensibilisiert.

Ihr kennt bestimmt alle das Freundes­paar aus dem Dschungelbuch! Balu, der starke aber immer freundliche Bär be­gleitet den Menschenjungen Mogli eine Zeitlang durch die vielen Wirrungen und Gefahren des Dschungelalltages. Balu lässt Mogli auf diesem Weg viel ausprobieren, lässt neue Erfahrungen zu, wartet geduldig, bis Mogli weitergeht, hat Zeit zum Zuhören, Späße machen, zeigt aber auch wie man mit schwierigen Situa­tionen fertig wird, erklärt die Regeln im Dschungelleben und beschützt, wo es nötig ist. Kurzum, Balu ist ein verläss­licher Freund.

Und Mogli? Mogli macht an der Seite seines großen Freundes wichtige Erfah­rungen: ich kann etwas, ich traue mich Neues auszuprobieren, ich habe etwas zu sagen, es hört mir jemand zu, ich kann mich auf einen Freund verlassen.

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Es gibt keine unmännlichen Berufe

Maria_Monte am 3. März 2010

Am 22. April ist Girl´s Day, der Tag, an dem Mädchen in Berufe reinschnuppern können, die vielleicht nicht typisch weiblich sind. Zum Beispiel Ingenieurin für Maschinenbau, Mechatronikerin oder Programmiererin. Dieser Tag hat seine Existenzberechtigung. Doch auch Jungs haben ähnliche Probleme bei der Berufswahl – kennen sie doch eine Vielzahl der Beruf nur als unmännlichen Frauenberuf. Deshalb gibt es am Girl´s Day auch Angebote für Jungen. Ebenso wie die Mädchen sollen auch die Jungen damit eine gezielte Unterstützung für die Entwicklung ihrer beruflichen und persönlichen Ziele erhalten, die jenseits einengender Geschlechterstereotype neue Horizonte eröffnet.

Zum einen sind das Tipps für Lehrer, die Jungen im Unterricht zu motivieren. Die Seite “Neue Wege für Jungs” stellt dazu Filme und Unterrichtspapiere zur Verfügung und verweist auf interessante Seminare. Dagegen richtet sich die Seite “Respekt Jungs” direkt an die Zielgruppe Jungen. Hier finden Jungs Tipps für die Praktikumssuche sowie coole Filme verschiedener Berufsbilder wie Erzieher, Grundschullehrer, Altenpfleger oder Medizinischer Fachangestellter.

Respekt Jungs: Männer in "untypischen" Männerberufen

Respekt Jungs: Männer in "untypischen" Männerberufen

Einen bundesweiten Boy´s Day gibt es aber leider noch nicht – jedenfalls nicht in ähnlich umfangreicher Form wie der Girl´s Day. Und das finde ich sehr sehr schade. Denn wo die Mädchen – zu recht – gefördert und gepushed werden, bräuchten auch die Jungen dringend mehr Anreize und neue Perspektiven. Wo ist da denn bitte die Gleichberechtigung?

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Fundsachen der Woche

guenter_krass am 2. März 2010

Was ist typisch deutsch? Vier ausländische Studenten erzählen auf SpOn, was ihnen alles auffiel: über Schlangestehen und Distanziertheit, über Spaßbremsen und Berliner Kreative. Wie in einem fremden Land scheinen sich auch mittlerweile viele Eltern zu fühlen. Lernen heute hat dazu einen lesenswerten Artikel über die unterschiedliche Wahrnehmung digitaler Inhalte geschrieben.

Karriere, Karriere, Knick – SpOn sieht viele Studenten im Optimierungswahn. Doch bei allem Ehrgeiz vergessen sie das Wichtigste: Manchmal sind die krummen Wege die geraden. Und sollte der gerade Weg doch zu krumm sein oder andersherum: Wie sieht dann dein beruflicher Plan B aus? Jetzt.de bietet eine Räuberleiter. So eine Hilfestellung könnte das deutsche Bildungssystem gebrauchen um in der heutigen Informationsgesellschaft anzukommen. Das jedenfalls sagt Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg bei bildungsklick.de zum Start der CeBit.

Zum Schluss noch eine rhetorische Frage: Bist du der perfekte Rhetoriker? Ein Interview mit dem Spezialisten Boris Kositzke auf zeit.de.

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