Bildungsfundstücke der Woche

Langes Wochenende. Zeit zum Lesen. Deshalb gibt es wieder Mal News von der Bildungsfront. Dieses Mal ein Online-Spezial. Viel Spaß!

Wie das Ipad die Erziehung verändert (verändern kann)
Englischer Artikel wie das Ipad in kürzester Zeit die Lernlandschaft beeinflusst hat. via readwriteweb.com. Auch interessant: Warum das Ipad in die Schule gehört. via netzpiloten.de

SpOn erfolgreicher als der Spiegel?
Oh Mann, als ich 2005 angefangen habe Journalismus zu studieren, hieß es noch: “Das wird NIE, NIE, NIE passieren! via basic thinking…

Die Illusion der Markenvielfalt
Wusstet Ihr eigentlich, dass nur 10 Marken den Großteil des Weltkonsums ausmachen? Nein? Dann schaut euch Mal diese Grafik an. via netzpiloten.de

Computergenerierter Journalismus
Zwei US-Startups haben sich darauf spezialisiert, Daten automatisiert in verständlichen Text umzuwandeln. Computergenerierter Journalismus wird Wirklichkeit. via netzwertig.com

Scale of universe 2
Flash installiert? Dann müsst Ihr euch diese Website anschauen! Hammer! via scale of universe

Kroatische Kinder-App will die Welt erobern
Spielen, malen und dabei ein Umweltbewusstsein entwickeln – das sollen Kinder zwischen vier und zehn Jahren mit der iPad-App “Nature`s Friends” machen können. via futurezone.at

zum Schluss noch etwas, dass wenig mit Bildung, dafür mehr mit Unterhaltung zu tun hat. Ein schöner viraler Spot von PEPSI Max. Mein Video der Woche…

Wünsche ein schönes Wochenende!

Minister wechsel dich – Bundesminister 2012

15 Bundesminister zählt das Bundeskabinett – doch gab es seit der Wahl 2009 einige Wechsel. Nur acht der 2009 festgelegten Bundesminister sind noch heute im Amt.

Bundesminister 2012 und ihre Vorgänger

Früher war alles besser…

gesehen auf netzpiloten.de

Früher war alles besser

Früher war alles besser

und vieles war schlechter…

Edmodo vs. Moodle?

Themenwoche „Digitales Klassenzimmer – der Einsatz von neuen Medien im Schulunterricht“
Gastbeitrag von Uwe Klemm vom Blog eventualitaetswabe

Auch als bekennender Moodler wildert man gern mal abseits des Stammreviers :-) Im vergangenen Halbjahr kamen auf diese Weise eine ganze Reihe an Ausflügen zu einer sehr spannenden, funktionalen und sich rasch entwickelnden Plattform zustande – zu Edmodo. Die ersten Eindrücke davon finden sich in einem älteren Blogbeitrag.

Inzwischen ist die Plattform in unterschiedlichen Unterrichtszusammenhängen genutzt worden, Zeit also für eine Art Bestandsaufnahme (einer recht subjektiven, wohlgemerkt!).

Edmodo hat eine Rolle gespielt in folgenden Kontexten:

  • Behandlung des Films “East is East”, Englisch Klasse 12
  • Medienkunde-Einheit zu sozialen Plattformen mit mehreren Klassen 9
  • Lektürekurs “A long way down” , Englisch Klasse 12

Die Zielgruppen, Unterrichtszusammenhänge und Stoffe sind also recht unterschiedlich gewesen; gemeinsam war allen Schülergruppen aber, dass sie bereits Erfahrungen mit anderen Internetplattformen, insbesondere Moodle, hatten (was vereinzelt durchaus auch zu Überdruß: Nicht noch eine Plattform! führte). Trotz der eben angedeuteten Diversität gab es dennoch eine Reihe an Konstanten, die sich hoffentlich gleich erschließen werden.

Es hat sich erwartungsgemäß gezeigt, dass die Einstiegsschwelle zu Edmodo für die Schüler extrem niedrig ist, dazu trägt das simple Anmeldeprozedere, die aufgeräumte Oberfläche und das sehr Facebook-ähnliche Look & Feel bei, sicher auch die im Grunde recht begrenzte Anzahl an Einzelfunktionen. Von den Schülern sofort bemerkt wurde die Abwesenheit eines privaten Mitteilungsdienstes: die Schüler erwarten eine solche Funktion in einer sozialen Plattform natürlich; bei Edmodo ist sie bewusst weggelassen (das soll sicher zur Fokussierung auf die unterrichtliche Arbeit und zum Unterbinden von Mobbing beitragen).

Bewährt hat sich Edmodo in der direkten Kommunikation zwischen Lehrer und Schülern – dafür ist die Plattform fast ideal geeignet; auch eine differenzierte Kommunikation mit Gruppen / kleinen Gruppen / Einzelschülern ist unkompliziert möglich. In allen Gruppen ist Edmodo auch die Möglichkeit genutzt worden, Aufgaben zu erteilen, einzusammeln und Bewertungen zu geben. Wider Erwarten gab es aber in allen Gruppen Schüler, die mit dieser Aktivität ihre Probleme hatten; ihnen war der Unterschied zwischen einem “normalen” Eintrag auf der jeweiligen Pinnwand und einer einzureichenden Aufgabe offensichtlich nicht klar. Das mag zum Teil auf eine nicht gründlich genug erfolgte Einführung zurückzuführen sein, weist aber sicher auch auf eine Funktionsüberschneidung zumindest in der Wahrnehmung der Schüler hin.

Als sehr hilfreich erwies sich die Möglichkeit, Dateien entweder direkt über Pinnwand-Anhänge oder aber über die “Bibliothek” verfügbar zu machen; Quiz und Umfrage hingegen kamen kaum zum Einsatz. Allerdings hat gerade das Quizmodul eine recht positive Entwicklung genommen, mit den derzeit verfügbaren Fragetypen und Konfigurationsmöglichkeiten sollte es gut und komfortabel möglich zu sein, schnell einfache Tests zu generieren und durchzuführen.

Eines jedoch fehlt Edmodo gänzlich: spezifische Tools, um komplexere Gruppenarbeitsformen, arbeitsteiliges Vorgehen etc. wirklich angemessen umsetzen zu können. Im Grunde bietet Edmodo eine skalierbare Pinnwand-Kommunikation, komfortable Wege zu eher top-down gestalteten Lehrer-Schüler-Kommunikation, Dateiablage und -distribution sowie einfache Testmöglichkeiten. Wohlgemerkt – das ist nicht wenig, kommt in einer sehr intuitiv beherrschbaren Umgebung daher und kann in einem entsprechend gestalteten Unterrichtsszenario durchaus großes Potenzial entfalten, die Beschreibung der Grenzen ist also ausdrücklich keine Kritik am offensichtlich bewusst beschränkten Funktionsumfang der Plattform. Einige andere Funktionen (Elterncode, wirklich funktionierende mobile Apps, interne Communities wie z.B. Language & Arts) hingegen sind wirkliche Alleinstellungsmerkmale.

Im Lichte der eben angerissenen Erfahrungen halte ich den in letzter Zeit häufiger zu lesenden Vergleich von Edmodo und Moodle bzw. die Auffassung, dass soziale Plattformen wie Edmodo herkömmliche LMS weitgehend obsolet machen können, für nicht wirklich sachgerecht, ein solcher Vergleich muss m.E. an der Sache vorbei gehen. Warum?

Edmodo eignet sich aus meiner Sicht ganz hervorragend, um die Kommunikation in Lerngruppen, Klassen, Schulen zu unterstützen und punktuell Lernabschnitte zu begleiten, gewissermaßen ein ergänzendes Angebot aufzubauen. Es hat klare Vorteile bei der Bedienbarkeit, bietet eine extrem niedrige Einstiegsschwelle für Lehrer und Lerner und kann (wegen der sparsamen Datenerhebung, der für Nutzer nicht verfügbaren Protokollierung und des Elterncodes) recht erfolgreich Datenschutzbedenken umschiffen.

Für umfangreichere und komplexere Lernabschnitte bietet jedoch ein LMS wie Moodle ungleich mehr: durch die große Anzahl an Ressourcen- und Aktivitätstypen sind abwechslungsreiche und individualisierbare Lernszenarien umsetzbar; seine wirklichen Stärken jedoch spielt Moodle meiner Erfahrung nach aber aus, wenn es um die Gestaltung kollaborativer Lernprozesse geht. Entsprechend umgesetzte Aktivitäten wie Foren, Wiki, Datenbank, Glossar oder auch die Möglichkeiten zur Rollenüberschreibung bieten auch im Vergleich zum “normalen” Kontaktunterricht eine genuine Bereicherung für soziale Lernformen. Ein großer Vorteil dieser Funktionsvielfalt liegt m.E. darin, dass individuellere und stark kontextuierte Lernumgebungen unterstützt werden können. Das hat im Falle von Moodle aber natürlich den Preis einer erheblich höheren Komplexität – damit eines höheren Initialaufwands für Lehrer und Lerner – und einer durchaus nicht vorbildlichen Bedienbarkeit.

Genauso wahr ist natürlich aber auch, dass nicht die verwendete Plattform an sich den Lernerfolg bestimmt, entscheidend ist neben der didaktisch schlüssigen Gestaltung der Lernangebote innerhalb der Plattform vor allem die Schnittstelle zwischen den Arbeitsphasen in Plattformen und “normalem” Kontaktunterricht. Eine Art Allzweckwaffe ist keine der beiden Plattformen; mit Edmodo lassen sich aber ganz sicher Lehrer und Schüler erreichen, die vor Moodle aus guten Gründen zunächst zurückscheuen. Auch wenn es tatsächlich vor allem um Kommunikationsmöglichkeiten mit und in Lerngruppen geht, wäre Moodle sicherlich übermotorisiert.

Wie sind Eure Erfahrungen und Reflexionen hierzu?

Anmerkung von generation-bildung: Uwe Klemm ist Lehrer für Deutsch, Englisch, Medienkunde am Angergymnasium Jena sowie Lehrer für “Medien und Kommunikation” an der Lobdeburgschule Jena und betreibt den Blog: eventualitaetswabe.de

Mobile learning mit “Mobile Web”

Themenwoche „Digitales Klassenzimmer – der Einsatz von neuen Medien im Schulunterricht“
Gastbeitrag von Andreas Hofer vom glearningblog

Seit über einem Jahr setzte ich Smartphones im Unterricht ein und da die Verbreitung unter den Schüler/Innen mittlerweile bei fast 100% liegt, wird deren Einsatz in Zukunft im Unterricht wahrscheinlich stark zunehmen. Meine ersten Schritte ins „mobile learning“ bestanden dabei zunächst darin, nächtelang nach geeigneten Apps im Android Market und auf iTunes zu suchen. Das erste Problem war dabei immer Apps für beide Systeme (Android und iOS) zu finden. Ein weiteres Problem war, dass mir die Inhalte oft nur teilweise zusagten, bzw. ab einer gewissen Altersstufe (Oberstufe) kaum brauchbare Apps vorhanden waren.
Nach diesem eher frustrierenden ersten Versuch gab ich es auf nach Apps zu suchen und wandte mich verschiedenen Möglichkeiten zu Inhalte über mobile Versionen des Webs zu übertragen. Meine erste Wahl fiel auf Moodle und ich installierte ein geeignetes Plug-In, dass eine „mobile friendly“ Version der Moodle Seiten erstellt. Mit diesem Plug-In konnte ich kurze Texte, Quiz, Listening Comprehension, Vokabeln, Abstimmungen u.ä. kurze Aktivitäten auf die Smartphones der Schüler zaubern. Im Bereich Podcasting (Audio und Video) fand das Plug-In ebenfalls regen Einsatz.

Da das Plug-In aber nicht ganz technisch ausgereift war und ich auch Lösungen für Klassen suchte, die nicht auf Moodle registriert waren, wandte ich mich dem Web 2.0 und Cloud Computing zu. Mittels (HTML5) Website + mobilen Template (Blog, Google Sites, etc.) + QR Code ist es möglich nahezu alle möglichen Arten von Inhalten (Texte, Audio, Video, Karten, URL, etc.) innerhalb kürzester Zeit an Smartphones weiterzugeben. Umgekehrt kann man mithilfe des Web 2.0 auch sofort Inhalte von den Smartphones absammeln. Viele dieser Dienste bieten sogar die Möglichkeit des „Postings“ via eMail (Adresse kann ebenfalls rasch per QR-Code weitergeben werden), womit sogar die Anmeldung beim Webdienst seitens der Schüler/Innen entfällt.

Da viele Web 2.0 auf Flash basieren, lässt es sich manchmal nicht vermeiden, doch eine App zu installieren. Ein Beispiel wäre Podcasting mit Audioboo, einem Web 2.0 Dienst mit Apps für alle gängigen mobilen Betriebssysteme. Damit lassen sich bequem Podcasts aufnehmen und unmittelbar im Web (inklusive RSS Feed) speichern. Vielen der besten und populärsten Apps sind eigentlich kaum mehr als Web-Clients, die eine user-freundlichere Bedienung bieten als der Browser: Evernote, Dropbox, Google Maps, Gmail & Google Kalender, YouTube, Facebook und andere Social Networks wie Twitter, um nur einige der bekanntesten Apps zu nennen. Eine weitere Möglichkeit das oben genannte App-Problem zu lösen, ist die Verwendung von „generischen Apps“ (z.B. Vokabeltrainer, E-Book Reader, RSS Reader) und offene Formate für den Austausch zu verwenden. D.h. Vokabel werden einfach via CSV Format in den Trainer importiert, wobei es dann keine Rolle spielt, welche App konkret verwendet wird, solange es Support für das Importformat gibt. Analoges gilt natürlich auch für eBooks im epub Format oder diversen RSS Feeds mit RSS Readern.

Abschließend möchte ich noch kurz zwei mobile Projekte mit Schülern vorstellen. Beim ersten Projekt handelt es sich um ein mobiles multimediales Kochbuch, das mit Blogger – generiert automatisch eine mobile Seite – erstellt wurde. Die Fotos und Videos dafür konnten alternativ mit Smartphones oder Kameras aufgenommen werden und wurden auf Picasa und YouTube gepostet und in Blogger eingebettet. Das zweite Projekt ist ein mobiler Stadtführer, bei dem die Schüler eine Google Site mit mobilen Template mit den Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt gestalteten. Bei den einzelnen Sehenswürdigkeiten wurden dann Tafeln mit QR-Codes aufgestellt, mittels derer Touristen sofort Zugriff auf die Inhalte der Website haben.

Anmerkung von generation-bildung: Andreas Hofer ist Englischlehrer an einem Gymnasium und betreibt den Blog: glearningblog.blogspot.de.

Ein Plädoyer für Facebook

Themenwoche „Digitales Klassenzimmer – der Einsatz von neuen Medien im Schulunterricht“
Gastbeitrag von Lehrer Jan-Martin Klinge vom halbtagsblog

„Du kommunizierst mit deinen Schülern via Facebook? Das ist total aufwändig. Woher nimmst du diese Zeit?“ Fragen dieser Art höre ich häufiger. Von Kollegen.

Vor einigen Jahren stellte der Schriftsteller Douglas Adams eine einfache, aber plausible Dreiteilung für alle technischen Neuerungen auf, von der Druckerpresse über das Fahrrad bis zum Internet:

•  Alles, was schon existierte, bevor wir geboren wurden, ist für uns normal. (Kassettenrekorder, Farbfernehen)
•  Alles, was zwischen unserer Geburt und unserem 30. Geburtstag erfunden wird, ist wahnsinnig aufregend und kreativ. (Internet, Handy, Computer, Facebook, Amazon)
•  Alles, was nach unserem 30. Geburtstag erfunden wird, ist gegen die natürliche Ordnung der Dinge und das Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen.

Ich kenne keine treffendere Beschreibung technischer Entwicklungen, als diese. Während große Teile der Lehrerschaft noch „ins Internet gehen“, sind die jüngeren einfach immer online. Das Thema „Facebook und die Lehrerschaft“ ist nun so oft durchgesprochen und ausdiskutiert worden, dass es entweder auf gelangweiltes Gähnen (bei jenen, die es nutzen) oder genervtes Abwinken (bei jenen, die Facebook misstrauen) stoßen. Trotz siebenhundertdreiundfünfzig Artikeln hat sich die Situation nicht groß geändert. Vereinfacht könnte man es so formulieren: Wer „ins Internet geht“, der müsste auch „zu Facebook gehen“, wer aber „online ist“, der „ist auch bei Facebook“. Ersteres beschreibt eine Tätigkeit, letzteres einen Zustand.

Was uns zu der Ausgangsfrage zurückführt: Da ich immer online bin, muss ich nicht zu Facebook gehen. Das Soziale Netzwerk fungiert im Rahmen „Schule“ für mich als eine Mischung aus Lehrerzimmer und Telefonbuch. So wie ich im Lehrerzimmer am Fenster stehe, um hin und wieder einen Blick auf die Schüler zu werfen, kommentiere ich bei Facebook hier und da einzelne Statusmeldungen und Fotos („Bist du sicher, dass dein Lehrer das sehen soll? ;-) “). Für Eltern und Schüler hingegen bietet Facebook eine einzigartige Möglichkeit, schnell und unkompliziert mit mir Kontakt aufzunehmen. Fragen zum Unterricht zu stellen. Krankmeldungen abzugeben. Nach verpassten Stunden zu fragen. Unterrichtsmaterial anzufordern. Alles Dinge, die ansonsten in der großen Pause gemacht werden müssen. Oder abends am Telefon. Oft sind es gerade die organisatorischen Dinge, die einem viel Zeit und Kraft rauben. Und gerade hier bietet sich Facebook an. Als Werkzeug. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Aber wie das mit Werkzeugen so ist – man muss sie beherrschen.

Anmerkung generation-bildung: Jan-Martin Klinge schreibt für den halbtagsblog. Auszug aus dem about: Wie ist das so, wenn man nur von 8 bis 12 arbeiten muss und dafür zehn Wochen Ferien im Jahr genießt? Wird man als Beamter tatsächlich so spießig? Müssen alle Lehrer karierte Jackets, Cordhosen und große, schwere Taschen tragen?

iPad Projekt Waldschule Hatten

Themenwoche „Digitales Klassenzimmer – der Einsatz von neuen Medien im Schulunterricht“
Gastbeitrag von Lehrer Andreas Hofmann von waldschulpads.wordpress.com

Es war ein riskanter Schritt, den Kollegen meine neue Idee, Tablet Computer im Unterricht einzusetzen, vorzustellen. Dazu fiel meine Wahl noch auf das iPad. Warum Apple? Warum ein geschlossenes System? Warum nicht das gute alte Windows? Fragen, die man nachvollziehen aber sehr einfach beantworten kann: Apple, weil es MOMENTAN kein ähnlich gut funktionierendes Tablet auf dem Markt gibt und weil es bereits bei vielen Schülern und Eltern bekannt ist. Dazu noch unheimlich angesagt, was sicherlich ein Vorteil für die Akzeptanz des elternfinanzierten Projektes ist.

Foto: waldschulpads.wordpress.com

http://waldschulpads.wordpress.com

Ein geschlossenes System mag man kritisieren, aus schulischer Sicht jedoch gesehen, ist es eine Chance, wesentliche Probleme, die in unseren Notebookklassen auftreten, zu minimieren. Viren, Treiberprobleme, unsichere Software. Probleme, die Schulen oft vor administrativ schier unlösbare Aufgaben stellen. Warum also auch noch ein neues Betriebssystem? Haben wir nicht eben erst einen Schulserver eingeführt? Mussten wir nicht Schulungen zu den digitalen Tafeln ertragen und nun das? Stimmt, in den letzten Jahren prasselte einiges auf viele Schulen ein. Aber bitte bedenken Sie, unseren Schülern fällt der Umstieg leichter und sie haben einen wesentlich intuitiveren Zugang. Es geht darum, Kompetenzen zu entwickeln, die losgelöst jeglicher Plattform vermittelt werden müssen. Die Grundsatzdiskussionen über Betriebssysteme führen wir, nicht die Kinder. Die Inhalte bleiben gleich, die mobilen Endgeräte wechseln. In der Schule, wie im Alltag der Kinder. Sind wir Schulen nicht in der Verantwortung, diese Entwicklung aufzunehmen, vorausgesetzt die Rahmenbedingungen stimmen?!

Anmerkung generation-bildung: Die Waldschule Hatten ist eine Haupt- und Realschule im Süden Oldenburgs, die im dritten Jahr mobile Klassen einrichtet, die mit mobilen Endgeräten als unterstützendes Lernwerkzeug arbeiten. Neben Note- und Netbookklassen ist dieses Projekt ‘Tabletklasse’ eine Weiterführung dieses nunmehr festen Bestandteils unseres Schulprofils.

“Zu glauben, man könne aus Pornos etwas über Sex lernen ist als ob man glaubte, man könne Autofahren lernen, indem man sich ‘The Fast and The Furious’ ansieht.”

Mit diesem Eröffnungzitat der Online-Aktivistin und Unternehmerin Cindy Gallop auf der Konferenz re:publica widmete man sich der Frage wie  Sexualaufklärung in Zeit allgegenwärtiger Pornografie funktionieren könnte. Mit dem Projekt “Make Love not Porn” will Gallop nun dafür sorgen, dass Zärtlichkeit und Liebe beim Sex nicht vergessen werden. Besonders in patriachal geprägten Staaten, in denen meist nur Jungs Pornografie zu sehen bekämen, Frauen aber weitaus seltener, sei es überaus wichtig, auch ein anderes Bild von Sexualität zu vermitteln, bevor junge Menschen selbst erste Erfahrungen sammeln. Man könnte also sagen die Vorstellungen von jungen Männern und jungen Frauen bezüglich Sexualität sollen auf den gleichen Stand gebracht werden:-)

Auf der Internetkonferenz re:publica stellte Gallop ihr Konzept vor und bot nebenbei auch private Einblicke. Das Video ist ein Vortrag aus 2010, allerdings zum gleichen Thema!

Die Videoaufzeichnung ihres aktuellen Vortrags, in voller Länge.

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