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Deutschland für den wissenschaftlichen Nachwuchs wieder attraktiver

Oktober 8th, 2009 · Keine Kommentare

Es gibt gute Nachrichten: Das Interesse von deutschen Nachwuchswissenschaftlern in Nordamerika an einer Rückkehr nach Deutschland wächst, so berichtete die Alexander von Humboldt- Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in einer gemeinsamen Pressemitteilung im Anschluss an die 9. GAIN-Tagung für deutsche Nachwuchswissenschaftler in Nordamerika. Gründe sind die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Hochschulen in den USA, aber auch eine gestiegene Attraktivität von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik.

Mit rund 260 Teilnehmern hätten sich deutlich mehr Interessierte über die Rückkehrmöglichkeiten nach Deutschland informiert als in den vergangen Jahren. “Das Fazit: Deutschland wird für die Karriereplanung junger Forscher in den USA immer attraktiver”, betonte das German Academic International Network (GAIN) am 24. September in Bonn nach der Info-Veranstaltung vom 18. bis 20. September in San Francisco. Angesichts der Finanzkrise reagierten viele US-Hochschulen mit einem Stellenbesetzungsstopp, der die dortigen Karriereperspektiven verschlechtere, hieß es. Auch die sozialen Sicherungssysteme Europas seien im Vergleich zu den unsicheren Aussichten in Nordamerika ein Argument. Hinzu käme die Selbstverpflichtung der deutschen Politik, mit dem Hochschulpakt, der Fortsetzung der Exzellenzinitiative sowie dem Pakt für Forschung und Innovation in den nächsten Jahren für Wissenschaft und Hochschulen 18 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen und damit auch mehr Stellen zu schaffen.

Ein weiterer Pluspunkt sei, dass sich deutsche Hochschulen viel mehr als früher in speziellen Beratungszentren um Doppelkarrieren von Wissenschaftlerpaaren kümmerten. Inzwischen gebe es hierzulande ein Netzwerk von 30 solcher Beratungsstellen. Dagegen könnten viele amerikanische Hochschulen noch immer mit der Möglichkeit des “tenure track” – einer Aufstiegsperspektive von der zeitlich befristeten Anstellung als Assistant Professor zur Festanstellung als Full Professor an derselben Institution – trumpfen. Allerdings ginge in jüngster Zeit auch die Zahl solcher Dauerstellen stark zurück. Immer größere Teile der Lehre würden über relativ schlecht bezahlte, befristete Stellen abgewickelt, hieß es in der Mitteilung. Das Bundesforschungsministerium fördert mit einem neuen Programm “Rückgewinnung deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland” einen solchen Schritt. Es unterstützt damit die berufliche Wiedereingliederung in Deutschland.

Tags: Allgemeines · Hochschule · International · Studie

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