“Wenn uns das Kooperationsverbot hindert, das zu tun, was zu tun ist, muss es fallen”, zitiert die “Welt am Sonntag” gestern Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). Schavan bezog sich dabei auf die vom Bund geplante Ausgabe von Bildungsschecks, die den Schulen zur Stärkung der individuellen Förderung der Schüler auch unmittelbar zur Verfügung gestellt werden sollen. Damit soll den Schulen im Land eine Art Budget aus Mitteln des Bundes zur Verfügung gestellt werden.
Das Kooperationsverbot für das sich Schavan eigentlich seit Jahren stark macht steht diesem Engagement des Bundes allerdings im Weg, da mit den Bildungsschecks die Bildungshoheit der Länder angegriffen wird. Doch anscheinend meint es unsere Bildungsministerin wirklich ernst, denn sie warnte die Länder: Im Ernstfall, so Schavan, gebe es für das Recht der Länder keine Bestandsgarantie. “So wie in den vergangenen Jahren die Autonomie der Hochschulen gestärkt wurde, muss jetzt die Selbstständigkeit der Schule gestärkt werden”, begründete Schavan das Vorhaben.
Manchmal ist es also gar nicht so schlecht, wenn Politiker plötzlich genau das Gegenteil von dem machen, für das sie seit Jahren gekämpft haben…



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