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Schüler in der falschen Schule

Dezember 3rd, 2009 · Keine Kommentare

Haupt-, Realschule oder Gymnasium? Nach der Grundschule fällt für jeden Schüler die Entscheidung – doch oft ist es die falsche. Der Erziehungswissenschaftler Joachim Tiedemann fand heraus, dass über 100.000 Schüler falsche Empfehlungen der Grundschullehrer bekommen: Sie werden vom Gymnasium ferngehalten, obwohl sie geeignet seien, oder zum Gymnasium geschickt, obwohl sie ungeeignet seien. Das heißt: 37 von 100 Kindernbefinden sich auf der falschen weiterführenden Schule.

Auch Tiedemann ist daher für eine längere gemeinsame Grundschulzeit. Empfehlungen für weiterführende Schulen sollten erst später ausgesprochen werden. Das Problem – so die Ergebnisse verschiedener Studien – sind dabei oft die Eltern. Sie verstehen oft die Entscheidungen der Lehrer nicht und wollen das letzte Wort haben, besonders, wenn sie selbst Abitur haben.

Entscheiden die Lehrer über die weitere Schullaufbahn, geht es ungerecht zu, weil Kinder aus bestimmten Elternhäusern bevorzugt werden. Entscheiden aber die Eltern selbst, wird es noch ungerechter – dann hängt es noch stärker vom Elternhaus ab.

Doch wie sollte das Bildungssystem gerechter werden? Vor allem, wenn es gegen Schulreformen wie beispielsweise in Hamburg Proteste gibt?

Tags: Allgemeines · Schule · Studie

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