Am 27. September ist Bundestagswahl. Wir wollen wissen, was bildungspolitisch in den Programmen der Parteien steht. Im Teil 1 ging es um die SPD. Heute stelle ich das Programm der CDU/CSU vor. Zuvor ist zu sagen, dass CDU und CSU eigentlich zwei Parteien sind, die eine Fraktionsgemeinschaft bilden und so nur ein gemeinsames Wahlprogramm haben. Eine Sonderregelung über die sich streiten lässt.
Im Bildungsprogramm der CDU/CSU steht einleitend:
Gerechte Chancen in der Bildungsrepubilk: Unser Land soll Bildungsrepublik werden. Bildung darf keine Frage des Einkommens der Eltern sein. Wir wollen unser Bildungsangebot weiter ausbauen.
Ziele der CDU:
- Geplante Investition von zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung und Forschung bis 2015.
- Sprachförderung an Schulen mit verbindlichen Sprach-Tests für alle Kinder ab 4 Jahren.
- Einführung bundesweiter Leistungsmaßstäbe.
- Lernerfolge in Deutschland internationaler vergleichbar machen.
- Fortführung des Ausbildungspaktes mit der Wirtschaft.
- Anpassung des Dualen-Ausbildungssystems an veränderte technologische und wirtschaftliche Anforderungen.
- Verbesserung der Weiterbildungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer.
- Schwerpunkt-Setzung auf MINT-Fächer.
- Umsetzung des Hochschulpaktes und Förderung des Hochschulwettbewerbs.
- Erschaffung zusätzlicher Studienplätze an Hochschulen.
- Abschaffung des Hochschulrahmengesetztes.
Alle Punkte der CDU/CSU findet ihr hier in der Lang- und Kurzfassung.
Die CDU/CSU steht dafür, dass Bildung Ländersache bleibt, allerdings soll in zentralen Handlungsfeldern nationale Ziele und abgestimmte Maßnahmen von Bund und Ländern verabredet werden.
Ganz oben auf der Agenda der CDU und CSU steht, dass der konfessionelle Religionsunterricht in allen Ländern zu den Pflichtfächer zählen soll. Denn “junge Menschen brauchen Werte und so ziale Tugenden, auch dazu soll die Schule ihren Beitrag leisten”. Neben den christlichen Religonen sollen auch andere Religionen in deutscher Sprache mit deutschen Lehrern angeboten werden. Ich persönlich finde ja, dass ein gemeinsamer Religionsunterricht mehr bringt, vor allem auch im Hinblick auf Integration und Toleranz gegenüber anderen Kulturen. Vor allem würde das nicht die Frage aufwerfen, was konfessionslose und einzelne Schüler anderer Konfessionen (Juden, Mormonen etc.) machen, wenn alle anderen Unterricht haben.
Die CDU/CSU möchte außerdem, dass Deutschland und die einzelnen Länder vergleichbarer werden. Das heißt wohl, dass der Trend eher richtung Zentralabi, Bachelor und einem festgesteckten Unterrichtsplan geht, wenn ich das richtig interpretiere.
Zu dem Punkt “Bildung darf keine Frage des Einkommens der Eltern sein” habe ich leider keine weitere Vertiefung in Richtung Studiengebühren, BAföG etc. gefunden.
Wie die einzelnen Ziele genau umgesetzt werden sollen, bleibt offen. Es gibt keine Vorschläge oder Maßnahmen, alles wird relativ schwammig gehalten. Man hat sich meines Erachtens keine Mühe in der Ausarbeitung des Programms gegeben. Dadurch kann man sich natürlich kein genaues Bild zu den einzelnen Zielen machen.
Was haltet ihr vom Programm der CDU/CSU?



1 Antwort bis jetzt ↓
1 Dämon1617 // Nov 10, 2009 at 11:57
klar, dass sie nichts über Bildungskosten sagen.
Sie werden die Bildungskosten erhöhern, dann aber natürlich eine Unterstützung für arme Menschen durchführen.–> Bildung wird für alle teurer, aber noch erreichbar.
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