Müssen Technik und Naturwissenschaft langweilig sein? Ein eindeutiges Nein auf diese Frage gaben jugendliche Referenten während der Tagung “Kluge Köpfe für große Aufgaben – Herausforderungen im Umweltschutz meistern“.
Deutschland droht ein Mangel an qualifiziertem Nachwuchs in naturwissenschaftlich-technischen Berufen. Dies stelle nicht zuletzt den Umweltsektor vor große Herausforderungen. Denn gerade Wachstumsbranchen brauchen qualifizierten Nachwuchs. Das betonte Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Helmut Jäger, Geschäftsführer der Firma Solvis, griff die Chancen der Solarwirtschaft als Zukunftsbranche auf. Er stellte heraus, dass der Solarmarkt in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt habe. Erneuerbare Energien bieten über 300.000 Arbeitsplätze. Es gebe einen anhaltenden Bedarf an Fachkräften in der Forschung, bei den Herstellern und im Handwerk. Dabei sei es besonders wichtig, verstärkt Anreize für die Ausbildung zu schaffen und die Lehre an den Hochschulen auszubauen, unter anderem durch die Einrichtung von Stiftungsprofessuren.
Dr. Werner Schnappauf, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, stellte in seinem Vortrag die Frage, wie die Industrie dem fortschreitenden Klimawandel begegne. Politisch seien die Weichen im Klimaschutz gestellt. Aufgabe sei es nun, die Innovationsfähigkeit zu fördern und verstärkt in technologische Lösungen und zukunftsfähige Jobs wie Ingenieurs- und Handwerksberufe zu investieren.
Die Sichtweise des zentralen Sprachrohrs der Ingenieure und der Technik in Deutschland legte der Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure, Dr.-Ing. Willi Fuchs, dar. In der Schulbildung sei es notwendig, von der Grundschule bis zum Abitur einen praxisnahen und projektorientierten Unterricht zu fördern und auch die Lehrer entsprechend zu qualifizieren.
Viele sehr gute Vorschläge und Schlussfolgerungen – jetzt bleibt abzuwarten was davon tatsächlich umgesetzt werden kann. Und vor allem wann?



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