20 Jahre Deutsche Einheit Special
In der Oberschule war der Umgang miteinander vertraut und verantwortungsvoll. Auf den Zusammenhalt der Mitschüler und auf die Entwicklung eines Solidaritätsbewusstseins wurde besonderen Wert gelegt.
In den Klassen wurden (auf Anweisung des Lehrers) Partnerschaften vereinbart, die darin bestanden, dass ein leistungsstarker Schüler jede Woche mit einem leistungsschwachen Klassenkameraden den Unterrichtsstoff wiederholte.
An Themennachmittagen wurden mit Autoren Bücher besprochen oder man bekam einen Einblick in das Leben anderer (sozialistischer) Länder. Sportnachmittage wurden veranstaltet, an denen alle Klassen teilnahmen und gegeneinander antraten. Darüber hinaus fanden Veranstaltungen statt, die die Kinder auf ihr zukünftiges Berufsleben vorbereiteten oder auf Probleme in den Bereichen Politik und Umwelt aufmerksam machten: Eltern stellten ihre Berufe vor, und man besichtigte Betriebe.
Zudem fanden „Solidaritätsaktionen“ statt: Die Kinder spendeten Geld an Hilfsorganisationen, das sie beim Verkauf von selbstgebackenem Kuchen und belegten Brötchen in der Schule einnahmen.
Aus einer Berliner Schule im Jahr 1985 – Ein Bericht von Dana Schieck auf ddr-geschichte.de.



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