Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich wandeln, damit Bildung Deutschland international wettbewerbsfähig erhalten kann. „Ohne ökonomische Bildung im Lehrplan bekommen Schülerinnen und Schüler ein verzerrtes Weltbild“, kritisierte der Bildungsexperte Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance. Mit einer Gruppe Studierender der diesjährigen summer school des CAMPUS OF EXCELLENCE untersuchte er die wirtschaftliche Bildung an den Schulen. Das Fazit des Projektes: Rasch und zwingend muss Wirtschaft an allen Schulen von der Grundschule bis zum Gymnasium Pflicht werden, die Vermittlung soll sich an aktuellen wirtschaftlichen Themen orientieren und Beispiele aus dem Alltagsleben behandeln.

Ökonomische Bildung im Lehrplan, das fordern die Teilnehmer der summer school
Die Ergebnisse, Vorschläge und Forderungen der verschiedenen Projekte präsentierte die Teilnehmer beim Abschlusssymposium in Frankfurt am Main. Wirtschaft und Schule sollen besser miteinander arbeiten – auch bei den Themen Innovationsförderung und Fachkräftemangel. Hier präsentierte das Projektteam um den Innovationsforscher Professor Kai-Ingo Voigt von der Universität Nürnberg-Erlangen ein übergreifendes Konzept zu einer ganzheitlichen Innovationsförderung in Schule, beruflicher Ausbildung, Hochschule und Weiterbildung. Und das Team um Dr. Frank Martin von der Frankfurter Bundesagentur für Arbeit formulierte ein systematisches Maßnahmenpaket gegen den steigenden Fachkräftemangel in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen (das soll sogar umgesetzt werden).
Eine Campus-Zeitung gab es auch: 19 Schüler aus Deutschland und Polen hatten sich mit dem Übergang von Schule zu Beruf und Studium auseinandergesetzt. Ihre Erfahrungen, aber auch ihre Zukunftssorgen hatten sie in einer Schülerzeitung, die in Kooperation mit der Frankenpost in Hof entstand, formuliert. Die Schüler fordern unter anderem eine bessere Information bei der Studienwahl, eine kompetente ökonomische Bildung an den Schulen, Mitgestaltung in Bildungsfragen und einen gerechten Zugang zu Bildung, der Begabungen sowie finanzielle Möglichkeiten berücksichtigt.
Ich war jedenfalls schwer von den Präsentationen der Studenten und Schüler beeindruckt – besonders wenn man bedenkt, dass alle eine Woche harter Arbeit und wenig Schlaf hinter sich hatten.
Was meint ihr, ist ein Schulfach “Ökonomie” sinnvoll?



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