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Die Jugend will wissen, wie die Wirtschaft tickt

August 24th, 2009 · 1 Kommentar

Im Juli hat der Bundesverband Deutscher Banken seine Jugendstudie 2009 zum Thema Wirtschaftsverständnis und Finanzkultur vorgestellt.

Das wichtigste Ergebnis dieser Studie lässt schon mal hoffen: „Die Jugend will wissen, wie die Wirtschaft tickt“, sagt Dr. Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes, und betont, dass drei Viertel der Jugendlichen Interesse am Thema Wirtschaft haben. Zudem fordern rund 80% der Befragten ein eigenständiges Schulfach Wirtschaft und wünschen sich mehr Informationen zu Finanzthemen. Das ist scheinbar auch zwingend notwendig, denn obwohl die Jugendlichen doch Interesse am Thema bekunden, so wird in der Studie auch erschreckend deutlich, dass schon das fundamentalste Basiswissen bei den Schülerinnen und Schülern fehlt. Nicht einmal 20% der Befragten konnten auch nur ungefähr erklären, was der Begriff Soziale Marktwirtschaft bedeutet oder etwa, was eine Inflationsrate ist. Schlimm steht es auch um die finanzielle Allgemeinbildung unserer Generation Zukunft:  Fast jeder zweite Jugendliche oder junge Erwachsene räumt ein, dass er sich in Geld- und Finanzfragen kaum oder gar nicht auskennt. Sechs von zehn Befragten geben an, dass sie kaum eine Ahnung davon haben, was an der Börse passiert.

Der Bankenverband hat deshalb im vergangenen Jahr eine “Konzeption für die ökonomische Bildung” vorgelegt, die ein Rahmenwerk für alle Jahrgangsstufen von der Grundschule bis zum Schulabschluss sowie Überlegungen für einen Bachelor-/Masterstudiengang Ökonomische Bildung umfasst.

Ich hoffe, dass diese Petition Gehör findet – oder wie seht ihr das?

Tags: Ausbildung · Hochschule · Schule · Studie

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Thomas // Aug 24, 2009 at 10:24

    Also ich bin ganz klar FÜR ökonomische Bildung in der Schule, da ich dem einen Teil der Studie zu 100% zustimme. Die Allgemeinbildung der Schüler in Sachen Wirtschaft und Finanzen ist erschreckend schwach. Ich erlebe das als Lehrer von Jahrgang zu Jahrgang immer wieder.

    Der zweite Teil der Studie, bzw. die von Ihnen getroffen Kernaussage: „ Die Jugend will wissen, wie die Wirtschaft tickt“ kann ich hingegen überhaupt nicht bestätigen. Natürlich gibt es immer interessierte Schüler, doch die haben ein wirtschaftliches Grundverständnis.

    Wenn sich ein Schüler heute wirklich für etwas interessiert, informiert er sich via Internet etc. Beste Beispiel sind Sport, Computer, Mode. Ich denke, dass die Aussage der Bankenstudie, dass Jugendliche Interesse hätten, es nur niemand den armen Kleinen erklärt, wohl eher etwas mit Wunschdenken zu tun hat.

    Meine Meinung: Wenn Schüler, Studenten oder auch Eltern tatsächlich Interesse an Wirtschaft oder Finanzen hätten, wäre die Allgemeinbildung in diesem Themenbereich nicht so wie sie im Moment ist.

    P.S.: Freue mich auf weitere Meinungen zu diesem Thema. Wir haben erst letzte Woche im Kollegium über diese Studie diskutiert.

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