Gerade habe ich einen sehr interessanten Artikel auf Zeit-Online entdeckt. Er verweist auf die aktuelle Zeit-Campus Titelgeschichte „100 Studenten, von denen wir noch hören werden“.
Nach wochenlanger Recherche, Befragung von Nobelpreisträgern und Personalberatern und Telefongesprächen mit Parteien, Kirchen, Stiftungen, Instituten, Vorstandsbüros und Galerien – Diese Geschichte versucht das Unmögliche, sie versucht, eine Prognose abzugeben, welche Studenten unser Land in den kommenden Jahrzehnten umkrempeln werden.
Man könnte diese Liste auch für eine Art StreberVZ halten, weil viele der Genannten im Studium brillant sind, weil sie Einsen schreiben und Auslandssemester in Cambridge und Oxford machen. Aber darum ging es bei der Zusammenstellung nicht. Das Kriterium war nicht der optimale Lebenslauf mit den meisten Praktika, den spektakulärsten Auslandsaufenthalten und dem honorigsten sozialen Engagement. Niemand ist in der Liste gelandet, der Dinge nur unternimmt, damit sie im Lebenslauf funkeln. In der Liste findet man Studenten, die Dinge aus Begeisterung tun.
Zum Beispiel Moralische Strategieberatung oder Weltretten durch Ökoklamotten, abgründige Lolitaprosa schreiben oder einfach der Lenin des 21. Jahrhunderts werden. Fazit: Lesenswert! (Auch die Kommentare, die mal wieder „typisch deutsch“ sind)



3 Antworten bis jetzt ↓
1 ariane_bunde // Jun 14, 2010 at 19:59
toller Beitrag! Was mich in der Tat traurig stimmt, sind die Kommentare zu dem Artikel! Muss man denn jede Initiative junger Menschen, und sei sie auch noch so idealistisch, schlecht reden? Gäbe es keine Idealisten und junge Querdenker, die etwas bewegen wollen, so wäre der Stillstand doch vorprogrammiert!
2 guenter_krass // Jun 15, 2010 at 09:42
Sehe ich genauso. Früher war alles besser! Blablabla… echt traurig!
3 kerri brettscher // Jun 15, 2010 at 12:00
tolle Sache! In der Welt etwas bewegen kann man halt nur mit viel Engagement.
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