Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften gelten als Fächer der Zukunft – aber nur wenige Frauen wählen diese Fachbereiche. An mangelnder Begabung liegt das nicht. Vielmehr haben junge Frauen falsche Vorstellungen über die verschiedenen MINT-Berufsbilder. Sie gelten als reine Männerdomäne, in der Frauen keine Chance auf Karriere haben. Wahr oder flasch?
In einer aktuellen Studie hat der VDE über 700 Young Professionals aus dem Bereich der Elektroingenieure nach ihren geschlechtsspezifischen Erfahrungen befragt. Zwei Drittel der Befragten sind sich sicher, dass Ingenieurinnen genauso akzeptiert werden wie die männlichen Kollegen. Dennoch können sich 20 Prozent vorstellen, dass einige Vorgesetzte bei der Besetzung von Führungspositionen Männer bevorzugen. 40 Prozent der Ingenieurinnen schließen auch nicht aus, dass Frauen bei gleicher Fähigkeit mehr leisten müssen als Männer, um sich beruflich weiterzuentwickeln.
Die Aufstigschancen für Ingenieurinnen sind generell schlechter. Ein Fünkchen Wahrheit steckt also doch noch in der These der “Männerdomäne”. Doch gerade der berühmte Fachkräftemangel und die guten Einstellungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sprechen für die verschiedenen MINT-Berufsbilder.
Der VDE möchte daher besonders Mädchen und Frauen für Technik begeistern. Mit dem Projekt “MINT-Studentinnen” sollen vor allem berufliche Perspektiven dargestellt und der Übergang von Absolventinnen in Unternehmen erhöht werden. Im Rahmen des Projekts MINT-Role Models werden dagegen positive Beispiel-Karrieren von Frauen in MINT-Berufen auf regionalen und bundesweiten Veranstaltungen präsentiert.
via FAZ-Hochschulanzeiger



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