Klugheit und Fleiß können sich demnächst auch schon während der Studienzeit im Geldbeutel bemerkbar machen. Die Tigerenten-Regierung will die besten zehn Prozent jedes Studienjahrgangs mit Stipendien unterstützen. 300 Euro im Monat soll es für besonders Begabte an Universitäten und Fachhochschulen geben. Das Einkommen der Eltern spielt keine Rolle, auch aufs Bafög wird die Summe nicht angerechnet.
Die Hälfte der Summe soll von der Wirtschaft getragen werden. Die andere Hälfte teilen sich Bund und Länder. Universitäten und Fachhochschulen müssen sich selbst um Sponsoren für den Anteil der Wirtschaft kümmern. Nicht allen Rektoren gefällt es, bei der Wirtschaft um Geld zu betteln. Gelingt es einer Hochschule nicht, Mäzene zu überzeugen, haben die Studenten Pech.
Von den 1400 Stipendien, die in Nordrhein-Westfalen (dort ist das Stipendien System bereits angelaufen) bisher vergeben wurden, sind 60 Prozent auf Wunsch der Förderer an ein bestimmtes Studienfach gebunden. Die Regierung hofft, dass mehr Unternehmen anbeißen, wenn sie auf diese Weise Einfluss nehmen dürfen.



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