Ein abgeschlossene Ausbildung oder ein beendetes Studium heißt nicht gleich ausgelernt. Durch Weiterbildungsangebote neben dem Beruf können wertvolle Pluspunkte für den Werdegang gesammelt werden. So setzt die Industriekaufffrau nach drei Jahren Berufspraxis den Betriebswirt drauf. Dies bedeutet nicht nur eine Bereicherung der Persönlichkeit, sondern auch die Sicherung des Arbeitsplatzes oder sogar ein Aufstieg im Unternehmen.
Für 78 Prozent der Personalverantwortlichen spielt Eigeninitiative beim Wissenserwerb eine äußerst wichtige Rolle. Ein entscheidendes Kriterium bei Vorstellungsgesprächen oder Beförderungen. So kann sich fast jeder zweite Deutsche zwischen 20 und 40 Jahren grundsätzlich vorstellen, nebenberuflich ein Fernstudium bzw. einen Fernlehrgang zu absolvieren. Ein Drittel ist sogar bereit, mehr als 100 Euro im Monat für Weiterbildung auszugeben.
Fernstudiengänge an Universitäten (z.B. Hagen) oder privaten Institutionen wie der SGD gibt es reichlich. Das bedeutet aber viel Disziplin. Denn ohne Kommilitonen und Klassenverbund verliert man schnell den Anschluss an das Lern-Soll. Dafür kann man sich seine Zeiten flexibel einteilen. Doch nicht jeder kann das – noch dazu über mehrere Jahre (ja nach Studienrichtung können das bis zu sechs Jahre sein).
Alternativ zum Fernstudium gibt es die Möglichkeit eines berufbegleitenden Abendstudiums. Sozusagen für alle, die den inneren Schweinehund nicht komplett besiegen können und täglich neue Anreize und feste Termine brauchen. Abendstudium heißt pauken nach Feierabend, und das ca. zwei Jahre lang. Nebenbei kann man aber noch Kontakte im Businessnetzwerk knüpfen und sich mit Kommilitonen austauschen.
Gerade in der Marketing- und Kommunikationsbranche sind Zusatzausbildungen goldwert – die Branche verändert sich schließlich mit jeder Medienneuheit. Viele private Akademien haben sich daher spezialisiert wie beispielsweise die Akademie für Marketing und Kommunikation in Frankfurt. Hier soll man bald – neben Kommunikation und Mediaplanung – das Fach Online-Marketing studieren können.
Übrigens gibt es bei so viel Eigeninitiative oft einen Zuschuss vom Arbeitgeber. Fragen kostet in dem Fall nichts. Die anfallenden Kosten für Weiterbildung sind im Übrigen von der Steuer abstetzbar.
Mehr dazu: Fernlernen boomt!
Kommunikationsakademien in Deutschland



2 Antworten bis jetzt ↓
1 Thewebsociety // Mär 16, 2010 at 12:24
… als ehemaliger Student und Dozent der AMK, kann ich nur zustimmen – mir hat das Studium dort auf jeden Fall etwas gebracht – und die Abschlussquote ist bei einem Abendstudium eine deutlich bessere als bei Fernstudiengängen. Es gibt Untersuchungen dazu, dass der Mensch eben besser lernen kann, wenn er im persönlichen Kontakt steht mit Kommilitonen und Lehrkräften – das erklärt die exorbitante Abbrecherquote der Fernuni Hagen, die (soweit ich mich erinnere) bei bis zu 95% liegt.
Und in eigener Sache: Der nächste Studiengang Marketing-Kommunikation an der AMK hat übrigens am 12. April Anmeldeschluss
2 Mike B. // Mär 16, 2010 at 13:19
Berufsbegleitend zu studieren ist natürlich keine einfache Sache. Man braucht Durchhaltevermögen und Chefs, die das unterstützen (z.B. durch geordnete Arbeitszeiten). Aber gerade bei der Akademie für Marketing-Kommunikation hat man einen hohen Praxisbezug – was man abends gehört hat, kann man am nächsten Tag schon umsetzen.
Jeder, der das Studium bis zur staatlichen Prüfung durchzieht, hat sich und seinem Arbeitgeber (und den zkünftigen Arbeitgebern) schon mal deutlich bewiesen, dass man ambitioniert und konsequent etwas für die eigene Professionalität tut.
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