Wer kennt sie nicht aus Nachrichten, Realität oder Fernsehen: Nachbarn, die schimpfen und um Ruhe beten, wenn draußen Kinder spielen. Die Bälle nicht mehr rausrücken, wenn diese über den Zaun geflogen sind, oder mit Polizei drohen, wenn noch weiter Fußball gespielt wird. Die sogar vor Gericht ziehen, um Kindergärten umsiedeln zu lassen oder gar den Neubau einer Kindertagesstätte im Wohngebiet verhindern. Auch ich bin mit solchen Nachbarn gesegnet (und man wird es kaum glauben: die sind unter 40 und haben selbst ein Kind). Doch nun ist vielleicht Schluss damit und Berlin machte den Anfang: Kinder in Berlin dürfen ab sofort Krach machen. SPD, Linke und Grüne beschlossen: Kinderlärm ist «Ausdruck selbstverständlicher kindlicher Entfaltung» und von Verkehrs- und Gewerbelärm zu unterscheiden.
Ich finde das super. Alle möchten mehr Kitas, diese haben es aber immer schwerer, eine passende Unterkunft zu finden. Um wem nützen Kindertagesstätten, wenn diese schwer zu erreichen und weitab von Wohngebieten sind?
Laut FDP und CDU ist das Gesetz wirkungslose Symbolpolitik. Was haltet ihr davon?



3 Antworten bis jetzt ↓
1 guenter_krass // Feb 1, 2010 at 13:16
Kann mich gut daran erinnern, dass unser Nachbar früher immer meine Fußbälle zerstochen hat…
Finde Kinder müssen Kinder sein. Und Kinder sind einfach laut – bzw. sollten laut sein und toben und schreien. Still sitzen müssen sie noch oft genug in ihrem Leben!
Das verrückte ist auch, dass dieser “Maulkorb für Kinder” eine sehr deutsche Sitte ist. In Spanien oder in Portugal sieht das ganz anders aus. Da werden die Kinder animiert im Cafe Fussball zu spielen…
2 holger_mueller // Feb 1, 2010 at 13:19
Das ist doch nichts neues aus dem Land der Nachbarschaftskriege…
3 Kerri Brettscher // Feb 1, 2010 at 15:30
richtig, Kinder duerfen spielen und laut sein koennen! @Guenter Krass: sehr interessanter Vergleich, das wuerde allerdings erklaeren, weshalb die spanischen/portugiesischen Fußballprofis etc. die besseren Ballkuenstler sind : )
Hinterlasse ein Kommentar