Zur Bundestagswahl am 27. September haben wir euch schon im Hinblick auf Bildungspolitik die Programme von SPD und CDU/CSU vorgestellt. In Teil 3 geht es um das Programm der Grünen. Was ich wirklich gelungen finde, ist dieses Video der Grünen zur ihrer Bildungspolitik und wie sie damit neue Jobs schaffen wollen.
Einleitend sagen die Grünen zur Bildung:
Bildung statt Beton – Der Zugang zu Bildung ist eine zentrale Gerechtigkeitsfrage. Wir brauchen einen grünen Neuen Gesellschaftsvertrag, der mit guter Bildung Chancen und Perspektiven schafft, anstatt Bildungsarmut immer weiter zu verfestigen.
Ziele der Grünen:
- Bildungssoli zur Finanzierung besserer Bildung.
- Ganztagsschulen und ganztägige frühkindliche Betreuung für alle.
- Kooperation von Kitas und Schulen für fließende Übergänge
- Erhöhung des Anteils männlicher Erzieher
- Abschaffung der Studiengebühren und Schaffung einer gerechten Finanzierung des Lebensunterhalts für Studierende.
- Gemeinsames Lernen an Schulen bis zur 9. Klasse.
- Überarbeitung der Reform des achtjährigen Gymnasiums.
- Förderung von Lehrerfortbildungen
- Sprachförderung bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund (Muttersprache und Deutsch)
- Integration von Behinderten in Schulen
- Einführung eines Trialen Ausbildungssystem „Dual Plus“ mit überbetrieblichen Bildungseinrichtungen
- Gütesiegel „Faires Praktikum“
- 500.000 zusätzliche Studienplätze
- Bund-Länder-Fonds nach „Geld folgt Studierenden“
- Zwei-Säulen-Modell ur Studienfinanzierung
- Besserer Möglichkeiten von Qualifizierten ohne Abitur an Hochschulen
- Verbesserung der Qualität von Lehre und Studium.
- Förderung der Frauen an Lehrstühlen und Ausbau der Juniorprofessur
- Ausbau der Masterstudiengänge
- Einführung eines Erwachsenen-BAföGs
Sehr ausführlich stellt sich das Programm der Grünen dar. Die Grünen möchten, dass Bildung eine öffentliche Angelegenheit ist und die Föderalismusreform abschaffen.
Außerdem möchten die Grünen, dass Praktika als Teil der Ausbildung anerkannt werden. Das heißt, die Generation Praktikum wäre hinfällig, denn jedem Praktikanten stünde eine Bezahlung von mindestens 300 Euro monatlich mit einem Anspruch auf Urlaub zu. Diese Regelung würde meiner Ansicht nach beiden Seiten zu Gute kommen und auch die Qualität von Praktikum und Praktikumsstelle verbessern. Unternehmen mit “fairen Praktikumsstellen” sollen mit dem Siegel “Faires Praktikum” zertifiziert werden.
Außerdem sollen Studierende finanziell gefördert werden, so dass Kindergeld und Kinderfreibeträge elternunabhängig sind und direkt an den Studierenden gehen. Studierende aus einkommensschwachen Elternhäusern bekommen dazu einen Zuschuss (also ehemals BAföG). Hört sich gut an, ist aber eher eine intelligente Umverteilung der Gelder, die Studierenden bis zu einem bestimmten Alter sowieso direkt oder indirekt zustehen.
Was meint ihr zum Programm der Grünen?
Das vollständige Programm der Grünen findet ihr hier.



1 Antwort bis jetzt ↓
1 Teil 4: Bildungspolitik 2009 – Ihr habt die Wahl // Aug 17, 2009 at 14:10
[...] Teil 3: Bildungspolitik 2009 – Ihr habt die Wahl (Die Grünen) [...]
Hinterlasse ein Kommentar