SPD, CDU/CSU und Die Grünen – zur Bundestagswahl am 27. September haben wir euch schon drei Programme im Hinblick auf Bildungspolitik vorgestellt. Dabei haben die Vorstellungen der Eltern scheinbar wenig mit denen der Politiker zu tun. In Teil 4 schauen wir uns das Programm der FDP genauer an.
Einleitend sagt die FDP zur Bildung:
Bildung ist der wertvollste Rohstoff Deutschlands. Bildung schafft Chancen, erleichtert den sozialen Aufstieg und ist die beste Investition in die Zukunft. Bildung ist ein Bürgerrecht, für das sich die FDP konsequent einsetzt.
Ziele der FDP:
- Investition von zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Bildung und Forschung
- Erschaffung einer Forschungsfreiheitsinitiative für Deutschland
- Bildungs- und Betreuungsgutscheine ab dem ersten Lebensjahr
- Verbesserte Schulvorbereitung
- Verbesserte Förderung von Forschung und Entwicklung
- Abschaffung der Schuleinzugsbereiche für ein verbessertes Schulangebot
- Mehr Freiheit und Selbstbestimmung für die Bildungseinrichtungen vor Ort, von der Kindertagesstätte bis zur Hochschule
- Gleichstellung von öffentlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft
- Ein durchlässiges Bildungssystem, das Aufstiegschancen sichert
- Aufbau eines Stipendiensystems an Hochschulen, sowie verbesserte Bildungskredite
- Besserer Möglichkeiten von Qualifizierten ohne Abitur an Hochschulen
- Keine Regel-Verbeamtung bei Neueinstellung von Lehrern
- Förderung von Lehrerfortbildungen
- Förderung eines Netzwerkes der verschiedenen Bildungseinrichtungen zur Verbesserung der Bildungsdurchlässigkeit
- Neue Kooperationsformen zwischen Hochschulen, Weiterbildungsmeinrichtungen und der Wirtschaft
- Abschaffung des Hochschulrahmengesetzes und Verankerung der Autonomie der Hochschule im Grundgesetz
- Abschaffung der ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen)
- Förderung der MINT-Fächer
Auch die FDP bekennt sich zum Wettbewerbsföderalismus – also ade mit einheitlichen Rahmenbedingungen, denn Bildung soll Ländersache bleiben. Überraschend – das Bildungsprogramm der FDP ist sehr ausführlich und umfasst zehn DIN A4 Seiten, während das der CDU nur eine und das der SPD nur drei lang ist. Die FDP geht dabei sehr konkret auf die Umsetzung ein.
Zum Beispiel stehen sie dazu, mehr männliche Erzieher anzuwerben, was ich, besonders im Hinblick auf die Entwicklung von Jungen, sehr gut finde. Außerdem möchte die FDP ein Drei-Säulen-Modell zur Finanzierung der Hochschulen einführen. Diese sollen ihr Budget aus einer staatlichen Grundfinanzierung, Studienbeiträgen und Eigenvermögen zusammenstellen. Nach der Anzahl der Studierenden soll es ein Bildungsgutscheinsystem geben. Hört sich für mich ein bisschen nach überfüllten Vorlesungen an.
Was haltet ihr von den Plänen der FDP?
Das komplette Programm der FDP findet ihr hier.
Teil 1: Bildungspolitik 2009 – Ihr habt die Wahl (SPD)
Teil 2: Bildungspolitik 2009 – Ihr habt die Wahl (CDU/CSU)
Teil 3: Bildungspolitik 2009 – Ihr habt die Wahl (Die Grünen)



1 Antwort bis jetzt ↓
1 Anrecht auf Förderung? // Sep 28, 2009 at 15:16
[...] bin gespannt, ob sich das ändert: Die FDP hat zumindest in ihrem Wahlprogramm damit geworben, das Stipendiensystem nebst Bildungskrediten zu [...]
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