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Amokläufe minimieren

März 10th, 2010 · Keine Kommentare

Was kann man gegen Amokläufe an Schulen tun? Der Sonderausschuss „Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen – Jugendgefährdung und Jugendgewalt“ hat dazu nun verschiedene Empfehlungen veröffentlicht. Diese sind zwar auf Baden-Würtemberg bezogen, könnten aber auch landesweit umgesetzt werden. Hier die wichtigsten Handlungsempfehlungen:

  1. Ausbau der schulpsychologischen Beratung sowie deren Qualifizierung
  2. Gewaltpräventionsprogramme in Schulen z.B. nach Dan Olweus
  3. Stärkung der Medienpädagogik
  4. Sicherheit an Schulen durch direktes Alarmierungssystem und Sicherheits-Türknäufe
  5. Ausbau von Beratungangeboten für Eltern, Eltern zu Beteiligten und Mitakteuren machen
  6. Gewaltprävention im Sportjugendbereich
  7. Umsetzung des neuen Waffenrechts, Kooperation mit Schützenvereinen
  8. Stärkung der Strafverfolgung im Internet

„Um Amokläufe unwahrscheinlicher werden zu lassen, bedarf es mehr als Türknäufe und eines der strengsten Waffengesetze der Welt“, so der Vorsitzende des Sonderausschusses Christoph Palm MdL. In die Entwicklung der acht weiterreichenden Handlungsfelder sowie der 39 einfachen Handlungsempfehlungen sind die Ratschläge der 16 Experten eingeflossen, die vom Sonderausschuss angehört wurden. Insgesamt schlägt der Sonderausschuss die Schaffung von rund 250 zusätzlichen Stellen für Beratungslehrkräfte und Gewaltpräventionsberater sowie zusätzliche 100 Stellen für Schulpsychologen vor.

Besonders der Ansatz, Eltern mehr in Schule und Freizeit zu integrieren, finde ich sehr wichtig. Nur wenn Lehrkräfte und Eltern sich austauschen, können Probleme einzelner Kinder frühzeitig erkannt werden. Außerdem sind Fortbildungsprogramme für Lehrkräfte in den Bereichen Anti-Aggressionstraining, Anti-Mobbing sowie Internet & Computerspiele dringend notwendig.

Tags: Politik · Schule

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