In Deutschlands bester Schule gibt es keine festen Klassengemeinschaften – oft bleiben die Schüler im Schnitt nur sechs Wochen. Denn der Gewinner des mit 100.000 Euro dotieren Deutschen Schulpreises 2010 ist die Sophie-Scholl-Schule aus Bad Hindelang-Oberjoch, eine Schule für chronisch kranke Kinder. Hier lernen ca. 240 wechselnde Kinder während ihres Aufenthalts in einer nahe gelegenen Reha-Klinik. Dabei kommen die Schüler der Klassen 1 bis 13 oft nur für Tage oder Wochen in die Schule. Alle haben unterschiedliche Bedürfnisse, Wissensstände und dazu noch eine Krankheit wie Asthma, Neurodermitis oder Adipositas
Prof. Dr. Peter Fauser, Sprecher der Jury zur Preisträgerschule: “Was jede Schule tun sollte, das wird hier tatsächlich getan. Diese Schule versteht es meisterhaft, durch den punktgenauen Einsatz verschiedenster Materialien, Lernformen, Methoden und Situationen dafür zu sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler, jeder einzelne, ihre Zeit optimal für das Lernen nutzen. Zweck der Schule: ein lebensdienliches Lernen, das Kinder stark macht. Das Mittel: Unterricht – und zwar der beste, den man sich vorstellen kann.” Vieles, was diese Schule modellhaft macht, um das Lernen von Kindern zu fördern, kann nach Ansicht der Jury in allen Schulen Deutschlands Anwendung finden z.B. persönliche Lernarrangements, selbständiges Arbeiten und regelmäßige Feedbackgespräche.
Unter dem Motto “Dem Lernen Flügel verleihen” hatten die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung in Zusammenarbeit mit dem stern und der ARD zum vierten Mal den Deutschen Schulpreis ausgeschrieben. Für den größten und mit 230 000 Euro höchst dotierten deutschen Schulwettbewerb bewarben sich 162 Schulen.
Via Bildungsklick und Spiegel-Online



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