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Eltern in die Schule: Wie erziehe ich meine Kinder?

November 12th, 2009 · 1 Kommentar

Wir reden immer über Schule, G8, Bachelor, Master und Eliten. Was aber ist die Basis einer funktionierenden Gesellschaft? Die Erziehung unserer Kinder. Und mit dieser Aufgabe sind immer mehr Eltern überfordert – genauer gesagt ein viertel der Eltern, sagt jedenfalls Bildungsforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann.

In einem Interview mit Perspektive Bildung im Mai diesen Jahres sprach Hurrelmann über das STEP-Elterntraining, dass er vor einigen Jahren an der Bielefelder Universität wissenschaftlich begleitet hat. STEP ist ein seit 30 Jahren erfolgreiches Elterntraining in den USA. Das Training basiert auf individualpsychologischen und entwicklungspsychologischen Erkenntnissen. Eltern lernen, ihre Kinder zu unterstützen und zu begleiten, aber auch individuell – je nach Wertvorstellung – Grenzen zu setzen.

Wichtig sei, so Hurrelmann , dass Eltern an die Hand genommen werden und Schritt für Schritt lernen, wie sie eine Beziehung zu ihrem Kind aufbauen. Die Balance aus Beziehung und Erziehung ist dabei entscheidend. Eltern lernen im STEP-Training nicht eine bestimmte Technik, sondern eine andere Einstellung und Haltung dem Kind gegenüber zu bekommen. Das Ziel dabei ist, dass Kind nicht durch Anleitung dressiert wird, sondern dass es selbstständig seine eigenen Wege gehen kann. Und dies, so ist sich der Bildungsforscher sicher, ist ein sehr komplexer Vorgang.

Meiner Meinung nach ein wirklich interessanter Ansatz. Doch das Dilemma an der ganzen Sache ist, genau das Gleiche wie in den Schulen: Eltern mit “kleinen” Erziehungsproblemen nutzen die Angebote, aber die Eltern, denen diese Kurse wirklich weiterhelfen könnten, werden gar nicht erreicht… Wie seht ihr das?

Tags: Ausbildung · Kita · Schule

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 ariane_bunde // Nov 17, 2009 at 00:22

    Lieber guenter_krass, ich sehe das Problem genau da, wo Du es schon beschrieben hast. Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade die Eltern, denen es bereits bewußt ist, dass man mit einer guten Erziehung Grundsteine für ein ganzes Menschenleben legt, solche Angebote sicherlich nachfragen. Doch wie sieht es im “Milieu” aus? Wie erreicht man Eltern aus den bildungsfernen / sozial schwachen Schichten? Und wie weit sollte man gehen, solche Programme im Zweifelsfall als Rettungsanker gar verpflichtend zu machen? Und wenn man schon derartige Überlegungen anstellt: wem obliegt letztlich die Verantwortung? Was ist mit den Kosten? Und ist es in der Masse überhaupt leistbar?
    Die Super Nanny für alle, die es wirklich nötig haben – wäre das das Ideal? Was meint Ihr?

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