In Dänemark dürfen Schüler sogar in ihren Abschlussprüfungen das Internet zu Rate ziehen. Hintergundinfo. Was haltet ihr davon?
Ich halte es heute wie bei Wer wird Millionär: Wenn ich das Publikum befrage halte ich mich erst Mal zurück und sage meine Meinung später…



10 Antworten bis jetzt ↓
1 Marco // Nov 25, 2009 at 12:10
Und was passiert wenn z.B. bei Wikipedia ein falscher Wilhelm bei Minister Guttenberg auftaucht. Ist das dann falsch? Oder OK, wenn man die Quelle angibt?
Aber jetzt mal Spaß beiseite. Ich glaube, dass das in Deutschland dazu führen würde, dass sich die Schüler zu sehr auf das WWW verlassen würden und sich nicht mehr ausreichend auf die Prüfungen vorbereiten würden.
2 ariane_bunde // Nov 25, 2009 at 12:59
Mein Opa hat früher immer gesagt: “man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen wo es steht”. Seine Antworten auf viele meine kindlichen Fragen war die familieneigene Lexikothek. “Schau´s nach!”, hieß es oft. Das habe ich immer total gern gemacht und bis heute habe ich ein Faible für Lexika.
Informationskompetenz nennt man das wohl. und ich finde es extrem wichtig, dass man diese schon sehr früh entwickelt. ABER: das ganze Thema hat in der heutigen Zeit der Informationsflut auch eine Kehrseite. Man muss den Kindern zunächst einmal erklären, wie das Internet funktioniert und wie man verlässliche Quellen findet. Informationen bewerten und relativieren lernen ist extrem wichtig geworden.
Ich kriege bis heute noch das kalte Grausen, wenn jemand sich z.B. in Präsentationen oder Arbeiten, die einem wissenschaftlichen Anspruch genügen sollen, aus beispielsweise Wikipedia bedient.
3 guenter_krass // Nov 25, 2009 at 15:07
@ariane_bunde Warum hast du nur so eine Abneigung gegen Wikipedia (-;
4 Maria_Monte // Nov 25, 2009 at 15:19
Wenn man die Quelle angibt, fide ich das ok. Allerdings sollten dann die Schüler auch wissen, welche Quellen verlässlich sind und welche nicht. Das bedeutet, dass sie über eine gute Medienkenntnis verfügen sollten. Im Netz stehen eben auch viele falsche Infos drin.
5 guenter_krass // Nov 25, 2009 at 15:30
Jetzt mal abgesehen von den Quellen und deren Richtigkeit… Ich glaube genau wie @Marco, dass Schüler während der Prüfungen viel zu viel Zeit darauf verschwenden würden im Internet zu surfen, als sich auf ihr eigenes Wissen zu konzentrieren.
6 stone // Nov 25, 2009 at 15:59
Für mich klingt das nach einem Schritt in die richtige Richtung.
Natürlich müssen dann auch die Fragen in der Prüfung entsprechend angepasst werden, z.B. Geschichte:
“An welchem Datum begann die französische Revolution” braucht man so nicht abfragen und es gab Prüfungen in meiner Schulzeit, bei denen ich so etwas auswendig wissen musste.
“Welche Auswirkungen hatte die französische Revolution auf die Gesellschaft der damaligen Zeit” klingt für mich viel sinnvoller.
Schließlich ist es heutzutage viel wichtiger geworden, Zusammenhänge zu erfassen und Wissen anzuwenden.
Zu den Kritikern:
Das Fach Mathematik wurde mit der Einführung des Taschenrechners schließlich auch nicht einfacher.
7 guenter_krass // Nov 25, 2009 at 16:08
@stone: Das stimmt zwar, aber dafür können auch immer weniger Leute Kopfrechnen.
Andere Beispiele:
1. Man kann keine Telefonnummern mehr auswendig.
2. Ohne Navi findet man den Weg nicht mehr.
3. Google, Wikipedia: So schnell man die Infos findet, so schnell sind sie auch schon wieder vergessen.
Ich finde gerade in Geschichte sollte man gewisse Basisdaten wissen ohne sie nachschauen zu müssen.
8 ariane_bunde // Nov 25, 2009 at 16:40
@stone: ich kann mich Dir da nur anschließen. Informations- oder Medienkompetenz muss heißen, dass die Kinder lernen, mit einer Flut an Informationen umzugehen und sinnvoll zu filtern. Natürlich kommt es dann auch darauf an, das Prüfungssystem anzupassen, sonst macht das in der Tat keinen Sinn, sowie die passenden Fächer auszuwählen. Ich bin auch der Meinung, dass man da nicht jedes x-beliebige Fach für hernehmen kann.
9 ariane_bunde // Nov 25, 2009 at 16:44
@günter_krass: ich habe nichts gegen Wikipedia!!! ehrlich!
Nur hat es für mich als Zitatgeber oder Quelle einfach nicht den gleichen Status, wie wissenschaftliche Artikel, Fachzeitschriften, Bücher etc.
Ich möchte einfach mal ganz provokativ behaupten, dass Leute, die in Hausarbeiten Wikipedia zitieren, zu faul sind, richtig zu recherchieren.
10 Ray A While // Nov 26, 2009 at 13:24
Internet für das schulische Lernen sehe ich sehr, sehr kritisch. Einer Studie zur Folge (die nicht aus dem Internet stammt
) sind 98% der Daten im Netz “Müll”. Ohne das jetzt abschließend bewerten zu wollen…
Wie sollen Menschen (in einem gewissen Alter) filtern?
Ich sehe da – auch gerade im Hinblick auf wissenschaftliches Arbeiten – noch keine Alternative zu “hard facts”
und i.ü.: wer wikipedia, spiegel und konsorten an meiner ehem. Uni in einer Arbeit zitiert, darf sich im folgenden Semsester noch einmal versuchen
Trotzdem: Gerade Kinder ans Netz! Privat, Hausaufgaben, wie auch immer; denn nur durch Anwendung wird man vlt. für die kantigen 2% sensibilisiert
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