In der TAZ vom 27. August 2009 fand ich ein Interview über einen besonders sehenswerten Dokumentarfilm, der gerade in ausgewählten Kinos läuft.
Die Kamera von Sophie Narr, Regisseurin aus Berlin, drückt die Schulbank. Sophie Marr begleitete für ihren Dokumentarfilm „Der Die Das“ vier Schüler aus einer ersten Klasse einer Schule in Berlin-Wedding. Die Kamera bewegt sich immer auf Augenhöhe der Kinder und beleuchtet deren Unterrichtsalltag. Man sieht die Schwierigkeiten der sechs- bis siebenjährigen Schüler beim Buchstabieren, Lesen, Rechnen und Schreiben, geht mit den Kindern auf den Schulhof, erlebt die ersten Konkurrenzkämpfe aber auch die ersten Freundschaften hautnah mit. Dies ist besonders spannend, da die meisten Schüler der Anna-Lindh-Grundschule aus Migrationsfamilien stammen, also aus vermeintlich benachteiligten Familien. Der Film thematisiert also auch die Identitätsfindung, die bei Migrantenkindern oft erst in der Schule einsetzt, und gleichzeitig die Ohnmacht der Lehrer, die bei der Integration oftmals an ihre Grenzen stoßen.
Mich hat der Film gerade wegen seiner Sensibilität begeistert, durch die feinfühlige Art der Regisseurin die Themen nicht reißerisch sondern mit viel Gefühl anzugehen.



2 Antworten bis jetzt ↓
1 Werner Prüher // Sep 3, 2009 at 22:43
Danke für den Hinweis, hört sich sehr interessant an.
Ein Tipp für alle, die kein Kino in der Nähe haben, das den Film demnächst zeigt (oder die nicht in Deutschland wohnen): Die Regisseurin hat mir gerade via Facebook mitgeteilt, dass der Film bei http://shop.kloosundco.de/index.php/cat/c2_DVDs.html
bestellt werden kann.
2 Jeanette // Sep 4, 2009 at 09:05
Hallo und Danke für den Tipp. Solche Filme finde ich immer klasse. Hoffentlich bewegt er was und bekommt die Aufmerksamkeit, die er verdient. Habe mir mal den Trailer bei Euch angeschaut, das geht ja wirklich ans Herz!!!
Hinterlasse ein Kommentar