Im US-Bundesstaat Georgia gibt es in 129 von 150 Counties eine 4-Tage-Schulwoche.
Frage: Warum?
Antwort: kein Geld in den Kassen der Kommunen.
Lösung: einen Schultag streichen!
Um das Haushaltsdefizit zu verringern gibt es in Peach County jetzt einen Tag weniger Schule, dafür durften die Lehrer ihre Stellen behalten. Das Interessante ist, dass die Leistungen der Schüler angeblich nicht abgesackt sind, sondern sie eher noch gefördert hat. Den Lehrern kommt der freie Tag zur Unterrichtsvorbereitung zu Gute, während die Schüler an ihrem freien Montag in der Kirche oder in Jugendzentren betreut werden oder sie Nachhilfe von den Lehrern bekommen können. Und teuer soll die Betreuung auch nicht sein. Allerdings sind die Schultage etwas länger als bei einer 5-Tage-Schulwoche.
Kritische Stimmen äußern, dass viele Schüler Defizite hätten, da die Unterrichtszeit fehle. Ein Testversuch in Oklahoma wurde aufgrund dessen wieder rückgängig gemacht. Noch schlimmer sieht es dagegen auf Hawaii aus, da gibt es Mangels an Geld sogar nur drei Tage Unterricht.
Eine Option für Deutschland? Josef Kraus, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, meint dazu, dass besonders die schwächsten Schüler darunter leiden würden, da sich die starken Schüler soundso durchsetzen. Desweiteren würde es den Schülern immer schwerer fallen, nach drei Tagen Abstinenz wieder Stoff aufzunehmen. Und wer bringt das Geld für die Betreuung auf?
Auch wenn die Kinder ein längeres Wochenende haben und die Lehrer mehr Zeit für die Vorbereitung, die Kritik von Kraus ist durchaus berechtigt. Was machen die Kinder, um die sich keiner kümmern kann oder wo kein Geld für Betreuung da ist? Und wenn der Unterricht soundso auf die anderen Tage umgelegt wird, dann kann er schließlich auch am Montag stattfinden. Oder werden amerikanische Lehrer nach Tagen bezahlt? Auf jeden Fall sieht das Sparen hier nach Sparen an der falschen Stelle aus.



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