Längeres gemeinsames Lernen bis zur 6. Klasse – das wünscht sich die schwarz-grüne Regierung in Hamburg. Doch Reformgegner machten ihnen nun einen Strich durch die Rechnung. Fast 185.000 Stimmen sammelte die Gegeninitiative “Wir wollen lernen”, deren Mitglieder zum Großteil Eltern sind, die ihr Elternwahlrecht in Klasse 4 nicht verlieren möchten. Denn wer will nicht sein Kind erfolgreich am Gymnasium sehen, ohne die ganzen vermeidlichen Lernschwachen und Leistungsverweigerer. Auch wenn ihr Kind vielleicht selbst kein Leistungsbringer ist (aber das will man ja beim eigenen Kind nicht wahrhaben – und vielleicht schafft der Sprössling es ja doch?).
Und so wird nun am 18. Juli per Volksentscheid entschieden, wie Kinder künftig in Hamburg lernen werden.
Weitgehend unstrittig ist die Schulstruktur ab Klasse 7; künftig soll es nur noch Gymnasien und Stadtteilschulen geben. Umso umstrittener ist, was aus den Grundschulen wird. Nach dem Willen der schwarz-grünen Regierung sollen sie künftig Primarschulen heißen und die ersten sechs statt vier Schuljahre umfassen. Quelle: Spiegel
Ob die Initiative um den Rechtsanwalt Walter Scheuerl die Reformschritte nun per Volksentscheid verhindern kann wird sich zeigen.
Werden Kinder nicht zu früh und oft falsch nach unterschiedlichen Schulformen sortiert? Scheuerl: Ein Sortieren möchte Senatorin Goetsch jetzt aber einführen, indem ihr Modell vorsieht, dass künftig nicht mehr die Eltern, sondern die Zeugniskonferenz (am Ende von Klasse 6) verbindlich vorgeben soll, welche Schulform die Kinder besuchen. Quelle: Bildungsklick
Sollen Kinder nur nach ihren Leistungen und Fähigkeiten beurteilt werden? Oder sollten Eltern das “letzte Wort” bei der Schulform haben?



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