Gestresste Schüler und Babys unter Leistungsdruck

Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen und Nervosität: Nach einer DAK-Studie leidet jeder dritte Schüler in Deutschland unter Stress-Symptomen. Vor allem Mädchen sind davon betroffen. 40 Prozent der Schülerinnen haben mehrmals in der Woche psychosomatische Beschwerden. Das zeigt eine aktuelle Befragung von 4.500 Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 21 Jahren, die die Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der Krankenkasse an 15 Schulen in vier Bundesländern durchgeführt hat. Übeltäter schlechtes Klassenklima. Denn in Schulen mit schlechtem Klassenklima ist der Anteil von Schülern mit regelmäßigen Beschwerden deutlich erhöht: 50 Prozent der Schüler leiden unter Stress. Im Gegensatz zu Haupt- und Realschülern sind Gymnasiasten weniger betroffen.

Ich dachte immer, dass eher der Leistungsdruck zu Stresssymtomen führt. Und der steigt auch immer mehr an. Jedes vierte Kind bis acht Jahre wird mittlerweile zur Fördertherapie geschickt. Man lernt schon im Krabbelalter Englisch, Chinesisch oder hört Bach. Alles Vorteile für den späteren Berufserfolg. Doch wo das frühkindliche Bildungswettrüsten vielleicht hinführen wird, kann man heute schon erahnen. Wenn die heutigen Schulkinder sich schon so gestresst fühlen, was wird dann aus den jetzigen Klinkindern? Heißt dann die Diagnose nicht mehr Stress, sondern Burn-Out mit 12?

2 thoughts on “Gestresste Schüler und Babys unter Leistungsdruck

  1. Die Psychopharmakatisierung von Kindern in den Grundschulen und sogar teilweise im Kindergarten wird mittlerweile als selbstverständlich und leistungsfördernd angesehen. Lehrer setzen Eltern unter Druck ,dass sie ihren Kindern Ritalin geben,damit den höheren Leistungserwartungen entsprochen werden kann. Durch Leistungstests und Schulränking werden unsere Kinder nicht gefördert ,sondern ruiniert.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Proudly powered by WordPress
Theme: Esquire by Matthew Buchanan.