Wer die Wahl hat… – US-Wahl 2012

Heute ist es so weit: Die USA wählt den neuen Präsidenten und die ganze Welt schaut gespannt zu.

Für alle, die Vorwahl und Wahlkampfduelle verpasst haben, Wahlmänner für männliche Meerjungfrauen halten und sich fragen, warum Demokraten Esel sind: hier findet ihr die wichtigsten Infos.

Barack Obama oder Mitt Romney? Demokrat oder Republikaner? Hackbraten oder Linguine? Johnny Cash oder The Fugees? Wer sind die Kandidaten eigentlich?

Potus und Flotus – Fakten und Anekdoten rund um die Kandidaten und das Weiße Haus.

Bei der US-Wahl müssen die Kandidaten die Mehrheit in den einzelnen Staaten gewinnen. Eine besondere Rolle bei der Wahl spielen daher die sogenannten “Swing-States”, die zwischen beiden Lagern wechseln. Die New York Times hat eine interaktive Grafik veröffentlicht, die die unterschiedlichen Möglichkeiten der beiden Kandidaten aufzeigt.

 

Interaktive Infografik – mögliche Wahlausgänge

Leckere Wahlgrafiken: Zwei Illustratorinnen haben das Rennen um die US-Präsidentschaft mit Hamburgern und Pommes in Diner-Optik illustriert.

Infografik zu US-Wahl aus Burgern

Und wie funktioniert die Wahl eigentlich?

Fleißige Lobbyarbeiter blockieren Gesetz

Was haben Japan, Saudi-Arabien und Deutschland gemeinsam? Sie sitzen zusammen am Katzentisch der UN, wenn es um das Thema Korruption geht.

Seit knapp zehn Jahren wird die Inkraftsetzung im Parlament blockiert, die Anpassung an globale Mindeststandards in Sachen Korruption lässt weiterhin auf sich warten. Damit befindet sich Deutschland in der unrühmlichen Gesellschaft von Ländern wie Nordkorea, dem Sudan, Syrien und Saudi-Arabien. Im Gegensatz dazu haben 161 Staaten die Konvention unterschrieben, ratifiziert und sich dazu bekannt, jede Form politischer Korruption im öffentlichen und privaten Sektor zu bekämpfen. Dabei sind u.a. Griechenland, Ägypten, Namibia und Columbien.

Nicht so die aktuelle gesetzliche Regelung in Deutschland. Während ein Beamter hohe Strafen riskiert, wenn er Geschenke annimmt, ist das bei Abgeordneten derzeit legal und nennt sich Lobbyarbeit! Nur der Stimmkauf ist illegal. Der letzte Gesetzentwurf von 18 SPD-Abgeordneten, u. a. unterstützt von Frank-Walter Steinmeier, scheiterte erneut an der Blockade von Union und FDP. Die Blockierer halten die Ratifizierung für problematisch und unnötig.

Also Danke FDP und CDU, dass wir wegen eurer grandiosen Lobbyarbeit weiterhin am Katzentisch sitzen.

Dokutipp

Wo sind die Ideale geblieben und was ist überhaupt noch übrig vom klassischen Bildungsbegriff?

Und was macht überhaupt das Bildungsbürgertum?

Gibt es heute noch den klassischen Bildungsroman? Und wenn ja, wer liest ihn?

Wohin entwickelt sich der Begriff der Bildung?

Noch mehr Fragen und auch einige Antworten gibt es hier

Wir sind hoch gespannt!

Ein Leben für die Mathematik

Studium in Paris und Harvard, Bachelor, Master, Promotion und dreimal Gold sowie einmal Silber bei Mathematik-Olympiaden, Research Fellow des Clay Mathematical Institute mit Sitz in Cambridge und Oxford und ein eigener Lehrstuhl in Bonn. Wie alt wird Mathematikprofessor Dr. Peter Scholze wohl sein? Sicherlich 40 oder 50 Jahre – Pustekuchen! Der Kerl ist gerade mal 24 Jahre alt und damit Deutschlands jüngster Professor.

Deutschlands jüngster Mathematik-Professor

Quelle: Spiegel Online

Bachelor und Master absolvierte er im Schnelldurchgang. Heißt: in schlappen fünf Semestern. Eine Habilitation war gar nicht mehr nötig, die überdurchschnittlichen Leistungen sprachen für sich. Bis es losgeht kann er aber noch etwas entspannen, die erste Lehrveranstaltung ist für das Sommersemester 2013 geplant.

Hut ab, Herr Prof. Dr. Scholze!

Der Daniel Düsentrieb von Rutare

Wirklich bemerkenswertes geleistet hat Anastase Tabaro: Er lebt mit seiner Familie in Rutare in Ruanda. Ein Land, in dem nach eigenen Angaben letztes Jahr nur 14 Prozent der Menschen Zugang zu Strom hatten. Tabaro versorgt mit selbstgebauten kleinen Wasserkraftwerken Dörfer in Ruanda mit Strom. So berichtet es die Bildnachrichtenagentur epa, die Tabaro in seiner Heimat Rutare besucht hat, einem Ort rund 45 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kigali.

Bereits 1990 hatte der findige selfmade-Ingenieur, die Schule besuchte der aus dem Kongo stammende Tabaro lediglich 6 Jahre,  mit der Forschung an einem Damm und einer kleinen Turbine zwecks Stromerzeugung begonnen. Heute betreibt er gleich mehrere seiner Mini-Kraftwerke und kann damit schätzungsweiße 700 Menschen aus benachbarten Dörfern mit Strom versorgen. Die Bevölkerung feiert Ihn dafür wie einen Volksheld, er ermöglicht es den Bewohnern TV, Radio und andere elektrische Geräte zu betreiben. Und wem es an einem direkten Zugang fehlt dem hilft Tabaro vor Ort aus: Einmal Handy aufladen am Fluss kostet bei Ihm 20cent.

Fundstück: Lange Worte kurzer Sinn

Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz – kurz RflEttÜAÜG: Das ist das längste anerkannte Wort der deutschen Sprache und besteht aus 63 Buchstaben!

Wochenblick: Extremes trifft Kurioses

Wie kurios ist das denn?

Bildungsministerin Anette Schavan hat vielleicht doch ihren Doktortitel erschummelt? Eine Art Selbsttest für ihre Doktorarbeit “Person und Gewissen – Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung”?

Arnold “Terminator” Schwarzenegger eröffnet u.a. die diesjährige Buchmesse in Frankfurt (10. bis 14. Oktober 2012) und präsentiert sein Buch “Total Recall” (weitere Kommentare verkneif ich mir).

Extremsportler Felix Baumgartner will hoch hinaus und tief fallen – wenn ihm nicht wieder der Wind einen Strich durch die Rechnung macht. Der Sprung aus dem All wagt er vielleicht Donnerstag, oder Freitag, oder….

Toter Hund bei “Wetten, dass…?”-Premiere von Markus Lanz. Toypudel Monarch starb unbemerkt von den Zuschauern an den Folgen eines Sturzes (nicht aus Langeweile!)

Der Welthundetag wird heute gefeiert (leider ohne Pudel Monarch). Ein spezieller Tag für alle fleißigen und faulen Hunde. Ja, wenn es schon Buggys, Fahrradanhänger oder Tragen für den Hund gibt, dann eben auch das.

Fauler Hund via Bella`s Blog

Wissen geht “feiern”

Cryptoparty

Derzeit sind Cryptopartys wohl eins der wichtigsten zivilgesellschaftlichen Projekte. Ein weltweites Schneeballsystem, um Wissen weiterzugeben. Das Wissen, wie man E-Mails und Dateien verschlüsselt und anonym im Internet surft, abhörsichere Chat-Programm installieret, fälschungssichere E-Mails verschickt oder sich vor Datensammlern im Internet versteckt. Digitale Selbstverteidigung, denn die Privatsphäre im Internet ist bedroht. Und das nicht nur von Kriminellen. In Australien plant die Regierung, den Internetverkehr verstärkt zu überwachen. In Großbritannien sollen Geheimdienste entsprechende Vollmachten bekommen. In Deutschland droht die Einführung der Vorratsdatenspeicherung. Gute Gründe für den organisierten Selbstschutz. Auf den Cryptopartys sollen auch diejenigen lernen, ihre Kommunikation abzusichern, die glauben, nichts zu verbergen zu haben.

Und das kommt an. Per Twitter organisierte die Internet-Aktivistin Asher Wolf die erste Party – in wenigen Wochen ist daraus eine internationale Bewegung geworden – überall werden Cryptopartys gefeiert wie z.B. auch in Berlin. Dort  kam man auf die Idee, ein Handbuch zu verfassen, das als Orientierung bei zukünftigen Veranstaltungen helfen soll. An drei Tagen schrieben rund 20 Teilnehmer ein fast 400-seitiges Buch (pdf), das nun weiterentwickelt werden soll. Vielleicht bald auch für Internet-Nutzer ohne Programmierkenntnisse? Für mich ist die Umsetzung leider noch zu kryptisch – aber wer weiß, vielleicht schmeiß ich ja demnächst statt einer Tupperparty ja mal eine Cryptoparty?

Quelle: SPON

“Digitales Münzgeld”

Wer etwas webaffin ist, dem ist der Begriff bitcoins sicher schon einige Male über den Weg gelaufen. Die 2008 entwickelte Idee einer Peer-to-Peer-Währung fand in der Webcommunity rasch Unterstützer. Binnen weniger Monate schoss der Wert eines Bitcoins auf der größten Bitcoin-Börse Mt. Gox von einem auf fast 30 US-Dollar. Dem Höhenflug folgte aber am 16. Juni 2011 ein jähes Ende: Ein Hacker hatte knapp 500.000 Bitcoins gestohlen und mehr als 100.000 davon auf den Markt geworfen. Dadurch brach der Preis massiv ein, zeitweise stand er sogar auf 0,01 US-Dollar pro Bitcoin. Seitdem gab es wenig gute Nachrichten zu vermelden: Von digitalen Bankrauben über die Abwicklung dubioser Geschäfte mittels der virtuellen Währung war die Rede.

Heute dann wieder ein erstes positives Zeichen nach einem Jahr Stillstand: Die Verbreitung des Zahlungsmittels nehme stetig zu, und auch der bitcoin-Kurs hat sich bei 12 Dollar relativ gefestigt berichten verschiedene Zeitungen heute. Das macht die Sache natürlich auch wieder für Investoren interessant. Fazit der meisten Artiekl: Das Projekt ist vielleicht nicht die erhoffte Revolution des Geldwesens, aber Schritt in Richtung Unabhängigkeit von Banken. Und zumindest als elektronisches Zahlungsmittel  könnte das digitale Geld vor einer großen Zukunft stehen. – Dem schließe ich mich an:-)

Im Dienste des Humors (und der Wissenschaft)

Den Nobelpreis kennt (fast) jeder. Er wird an diejenigen vergeben, „die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“ – und zwar in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Friedensbemühungen. Was aber ist mit seinem „kleinen Bruder“, dem Ig-Nobelpreis?

Maskottchen des Ig-Nobelpreises

“The Stinker”, das Maskottchen des Ig-Nobelpreises. Quelle: www.en.rian.ru

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 22. Mal wurde er von der Harvard-University vergeben. Aber warum und an wen? Ausgezeichnet werden Errungenschaften, „die Menschen zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken bringen.“ Dieses Jahr ging er unter anderem an die Japaner Kazutaka Kurihara und Koji Tsukada für die Erfindung des SpeechJammer. Das Gerät bringt nervige Personen mit ihrer eigenen Stimme zum Schweigen. Oder an ein internationales Team, dass das Schwappverhalten von Flüssigkeiten untersucht. Kellner und Kaffeetrinker werden es ihnen danken!

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